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GC geht in Aarau unter – FCZ nur 2:2

In der 34. Super-League-Runde verspielen die Grasshoppers wohl all ihre Titelchancen. Ein harter Platzverweis leitet den Untergang ein.

Das wegweisende 1:0 für Aarau: Nganga überwindet GC-Keeper Bürki.
Das wegweisende 1:0 für Aarau: Nganga überwindet GC-Keeper Bürki.
Keystone
Freud und Leid: Nganga bejubelt seinen Treffer, der später vom Platz gestellte Pavlovic hadert.
Freud und Leid: Nganga bejubelt seinen Treffer, der später vom Platz gestellte Pavlovic hadert.
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Kaltblütiger Vollstrecker: Gavranovic trifft zum 2:1 für den FCZ.
Kaltblütiger Vollstrecker: Gavranovic trifft zum 2:1 für den FCZ.
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Aarau entscheidet wohl die Meisterschaft in der Super League. Der Aufsteiger bezwingt die Grasshoppers überraschend, aber verdient mit 4:0 und bindet die Zürcher im Titelkampf entscheidend zurück.

Igor Nganga in der 39. Minute, Dante Senger in der 67. , Sven Lüscher in der 76. und Bruno Martignoni in der 91. Minute schossen vor 6298 Zuschauern die Tore der unbekümmert aufspielenden Aargauer und leisteten Meister Basel wohl die entscheidende Vorlage zum fünften Titel in Serie.

Nganga stand im Fokus der ersten Halbzeit. Zuerst übersah Referee Alain Bieri ein Handspiel des Kongolesen, dann markierte er kurz vor der Pause die verdiente Führung der zielstrebigen Gastgeber. Zuvor hatte GC-Torhüter Roman Bürki zweimal mirakulös gerettet.

In der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Für ein Foulspiel sah Daniel Pavlovic Rot (50.) . Ein hartes Verdikt, Gelb hätte auch genügt. Mit zehn Mann warf GC alles in den Angriff – und scheiterte. Dante Senger erhöhte auf 2:0, Lüscher machte sich einen Lapsus der GC-Abwehr zu Nutze und der eingewechselte Bruno Martignoni baute sogar auf 4:0 aus.

Aarau hat das bislang auswärtsstärkste Super-League-Team verdient, aber um ein, zwei Tore zu hoch, bezwungen. Der GC-Lauf – acht Siege in den zehn letzten Partien – wurde jäh gestoppt.

FCZ tut sich schwer

Mit einem gerechten 2:2 trennen sich der FC Zürich und St. Gallen in einem unterhaltsamen Mittelfeld-Duell. Nach 512 Minuten erlöst Roberto Rodriguez die Ostschweizer von der Tor-Abstinenz.

Ein Abseitstor von Franck Etoundi in der 34. Minute brachte den FCZ in Führung und St. Gallen in Rücklage. Es war in Entstehung und Vollendung ein kurioser Treffer des ehemaligen St. Gallers in Zürichs Reihen. Etoundi kam zusammen mit Daniele Russo zu Fall, als Avi Rikan eine Flanke mit dem Kopf verlängerte. Etoundi erhob sich blitzschnell und hob den Ball über den herauseilenden Torhüter Marcel Herzog ins Netz. Die Offsideposition wurde vom österreichischen Referee Muckenhammer nicht geahndet. Zuvor stand der FCZ aber durch Mario Gavranovic und zweimal Etoundi bedeutend näher an der Führung als das eine Stunde lang offensiv weiter harmlose St. Gallen.

Dann brach Roberto Rodriguez, der persönlich wie seine Mannschaft in einem Tief steckte, den Bann. Auf Zuspiel von Ivan Martic glich er zum 1:1 aus. Die Freude über den Ausgleich währte aber nur sechs Minuten. Nach einem Pass von Davide Chiumiento in die Tiefe erzielte Gavranovic seinen 13. Treffer in dieser Saison. Keine drei Minuten später erschallte wieder Torjubel im Letzigrund. Ermir Lenjani, der schon in der Hinrunde getroffen hatte, reagierte nach einer von Stéphane Nater abgelenkten Flanke von Marco Mathys am schnellsten. Mit St. Gallen kam das schlechteste Team der Rückrunde zum 12. Remis in dieser Saison. Der unkonstante FCZ vermochte daheim zum fünften Mal nacheinander nicht zu gewinnen.

Aarau - Grasshoppers 4:0 (1:0) Brügglifeld. - 6298 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 39. Nganga (Senger) 1:0. 67. Senger (Gygax) 2:0. 76. Lüscher 3:0. 91. Martignoni (Gygax) 4:0. Aarau: Unnerstall; Nganga, Jäckle, Bulvitis, Jaggy; Gonzalez (85. Martignoni), Burki, Lüscher, Radice; Schultz (64. Gygax); Senger (80. Foschini). Grasshoppers: Bürki; Jahic, Dingsdag (46. Ngamukol), Grichting; Salatic; Michael Lang, Abrashi (73. Toko), Pavlovic; Gashi, Caio; Dabbur (57. Bauer) Bemerkungen: Aarau ohne Ionita (gesperrt), Hallenius und König (nicht im Aufgebot). GC ohne Ben Khalifa (verletzt), nach der Pause im 4-4-2-System. 55. Rote Karte gegen Pavlovic (grobes Foulspiel). Verwarnungen: 50. Gonzalez (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 60. Jahic (Reklamieren, im nächsten Spiel gesperrt).

Zürich - St. Gallen 2:2 (1:0) Letzigrund. - 8916 Zuschauer. - SR Muckenhammer (Ö). - Tore: 34. Etoundi (Rikan) 1:0. 60. Rodriguez (Martic) 1:1. 66. Gavranovic (Chiumiento) 2:1. 69. Lenjani (Nater) 2:2. Zürich: Da Costa; Teixeira, Kecojevic, Philippe Koch; Mariani (83. Kukuruzovic) Pedro Henrique, Rikan, Benito; Chiumiento; Etoundi (70. Sadiku, 80. Chermiti), Gavranovic. St. Gallen: Herzog; Martic, Russo, Stocklasa, Lenjani; Demiri (57. Cavusevic), Nater; Wüthrich (62. Nushi), Mathys, Rodriguez; Karanovic (70. Vitkieviez) Bemerkungen: Zürich ohne Buff, Brunner, Kajevic, Kukeli und Nef (alle verletzt), Chikhaoui und Glarner (beide nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Mutsch und Janjatovic (beide gesperrt), Montandon, Sikorski und Lehmann (alle verletzt) und Ivic (nicht im Aufgebot/U-21-Einsatz). Verwarnungen: 51. Lenjani (Foul). 77. Mariani (Foul). 83. Benito (Foul, im nächsten Spiel gesperrt). 86. Tor von Rodriguez wegen abseits annulliert.

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