GC holt einen Punkt nach spektakulärer Endphase

Die Hoppers machen gegen Thun vieles richtig, das Tor kommt aber erst spät und per Penalty. Es ist das fünfte Unentschieden in Folge.

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Der Tabellenletzte Grasshoppers kann auch unter Uli Forte nicht gewinnen. Gegen das sich in einer Formkrise befindende Thun kommt der Tabellenletzte nicht über ein 1:1 hinaus. Der Abstieg rückt näher. «Wir müssen gegen Thun gewinnen», hatte GC-Trainer Uli Forte vor einer Woche nach dem 0:0 in Basel bei seinem Debüt gefordert. Doch auch im Letzigrund konnten die Zürcher ihre Durststrecke nicht beenden und kamen zum fünften Unentschieden in Folge. Der letzte Sieg gelang den Zürchern am 25. November 2018, seither sind die Grasshoppers in 15 Partien sieglos geblieben.

Gegen Thun mussten die Zürcher am Ende mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Die Gäste hatten in der vierten Minute der Nachspielzeit entgegen dem Spielverlauf den Führungstreffer erzielt. Marvin Spielmann schoss nach einer Flanke von Sven Joss mit einer schönen Direktabnahme seinen elften Saisontreffer.

GC mit einem klaren Chancenplus

GC zeigte aber Moral und konnte reagieren – dank einem groben Fehler von Nicolas Hunziker. Der ehemalige Hopper vertändelte den Ball im eigenen Strafraum, Aimery Pinga setzte zum Dribbling an und konnte von Chris Kablan nur regelwidrig gestoppt werden. Marco Djuricin blieb cool und traf in der 96. Minute zum 1:1.

Zuvor hatte sich der Rekordmeister sehr bemüht gezeigt und sich sowohl ein Übergewicht im Spielaufbau sowie ein Chancenplus erarbeitet. Vor dem Tor fehlte aber die Abgeklärtheit und die Effizienz. Der Brasilianer Caiuby vergab zweimal aus bester Position. Kurz vor der Pause traf er nach einer Flanke von Yoric Ravet mit einem Kopfball-Aufsetzer den Pfosten (38.), nach dem Seitenwechsel stürmte er alleine auf Guillaume Faivre zu, scheiterte aber am Torhüter, anstatt den Ball dem mitlaufenden Djuricin aufzulegen.

Thun bot drei Tage vor dem Cup-Halbfinal in Luzern, das in St. Gallen zu einem Sieg kam, eine schwache Leistung. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Gäste aus dem Berner Oberland bis zur 94. Minute keine Torchance, ehe Spielmann der vermeintliche Lucky Punch gelang. Für das Team von Marc Schneider war es das neunte Spiel in Folge ohne Sieg, dennoch ist es noch immer im 3. Rang klassiert.

St. Gallen verliert im Jubliäumsspiel

Das 140-Jahr-Jubiläum des FC St. Gallen missglückt sportlich: Der älteste Verein des europäischen Festlandes verliert vor ausverkauften Rängen gegen Angstgegner Luzern 1:2. Vor allem ein Mann hatte etwas gegen die Festivitäten in der Ostschweiz: Marvin Schulz. Der Deutsche schoss beide Tore für Luzern nach Fehlern der wenig überzeugenden St. Galler Innenverteidigung. Luzern fuhr nach fünf sieglosen Spielen wieder drei Punkte ein und tankte dank einer taktisch cleveren Mannschaftsleistung Moral für den Cup-Halbfinal vom Dienstag gegen Thun.

St. Gallen verlor zum neunten Mal in Folge gegen Angstgegner Luzern und liess Durchschlagskraft und Abschlussvermögen vermissen. Tranquillo Barnettas Anschlusstor (92.) in einer hektischen Schlussphase kam zu spät.

Schulz ist der Stimmungskiller

Dabei hatte St. Gallen bei Partystimmung im ausverkauften Stadion vehement begonnen. Doch Torchancen erarbeiten sich die ideenlosen Ostschweizer vorerst keine. Die Luzerner Abwehr war zu kompakt, diszipliniert und aufsässig. Als die auf Konter lauernden Gäste mutiger wurden, gaben sie durch die schlecht bewachten Christian Schwegler und Christian Schneuwly zwei Warnschüsse ab.

Innerhalb von zwei Minuten sank die Stimmung in der Arena. Da schlenzte der im Abschluss zu zögernde Silvan Hefti den Ball nach einem Corner Tranquillo Barnettas an die Latte, und praktisch im Gegenzug verschätzte sich der 17-jährige Leonidas Stergiou nach einem langen Ball. Er liess den Deutschen Marvin Schulz ziehen, der Dejan Stojanovic keine Abwehrchance liess. 0:1 statt 1:0. Und nachdem erneut Schulz einen Konter zu Beginn der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten Treffer abgeschlossen hatte, schwenkten vor allem noch die Luzerner Fans die Fahnen.

sda

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