GC im Kreis von illustren Rekordmeistern

Die Grasshoppers steigen zu 99,99 Prozent ab. Damit gesellen sie sich zu Vereinen wie Juventus Turin und Saint-Étienne.

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Schweiz
Zürcher Grasshoppers

Nur ein Wunder rettet die Zürcher Grasshoppers noch vor dem erstmaligen Abstieg seit 70 Jahren. In den letzten vier Meisterschaftsrunden müsste GC vier Siege einfahren und Neuchâtel Xamax vier Mal verlieren, um noch auf den Barrage-Platz vorstossen zu können. Dieses Szenario ist sehr unrealistisch und deshalb müssen sich die Hoppers mit dem direkten Abstieg befassen. Wohlverstanden als Schweizer Rekordmeister mit 27 Titeln.

Italien
Juventus Turin

27 Titel wurden auch schon Juventus Turin zum Verhängnis. Allerdings nicht aus sportlichem Grund. 2006 wurde die Alte Dame wegen einem Manipulationsskandal zwangsrelegiert. Viele Stars verliessen den Verein, Clublegenden wie Gianluigi Buffon und Alessandro Del Piero hielten dem Verein, der heute bei 35 Titeln steht, jedoch die Treue.

Frankreich
Saint-Étienne

Als französischer Rekordmeister mit 10 Titeln stieg Saint-Étienne im Jahr 2001 ab. Dem Verein wurden während der Saison sieben Punkte abgezogen. Der Grund: In den 90er-Jahren setzte Saint-Étienne zwei Spieler mit gefälschten EU-Pässen ein. Drei Jahre später gelang der Wiederaufstieg, ein weiterer Titel kam bisher aber nicht dazu.

Schottland
Glasgow Rangers

Nicht aus sportlichem Grund erwischte es 2012 die Glasgow Rangers. Die Mehrheit der schottischen Premier-League-Clubs stimmte dagegen, dass der Rekordmeister mit 54 Titeln eine weitere Saison in der höchsten Liga bestreiten darf. Die Rangers hatten über 160 Millionen Euro Schulden. Nach dem Zwangsabstieg in die 4. Liga schaffte Glasgow Rangers den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse im Jahr 2016.

Argentinien
River Plate

Ein sportlicher Abstieg wie ihn GC wohl bald erlebt, musste River Plate im Jahr 2011 über sich ergehen lassen. Der argentinische Rekordmeister verlor das Relegations-Hinspiel gegen Belgrano 0:2 und kam im Rückspiel nicht über ein 1:1 hinaus. Bereits vor dem Schlusspfiff kam es zu Gewaltausbrüchen bei den Fans, weshalb die Partie abgebrochen werden musste. Damals stand River Plate bei 35 Titeln. Nach dem direkten Wiederaufstieg gewann River Plate 2014 den 36. und bisher letzten Meistertitel. 2015 und 2018 kam der Triumph bei der Copa Libertadores, dem Pendant der europäischen Champions League, hinzu.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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