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Gelson zurück nach Italien

Gelson Fernandes beendet das missglückte Gastspiel beim englischen Zweitligisten Leicester City frühzeitig. Der Schweizer Mittelfeldspieler wechselt bis zum Saisonende zu Udinese.

Weg von der Insel: Gelson Fernandes.
Weg von der Insel: Gelson Fernandes.
Keystone

An Silvester unterzog sich Fernandes den medizinischen Tests, den Vertrag werde er unterschreiben, sobald Udinese im Besitz der nötigen Papiere aus England ist, schreibt die «Gazzetta dello Sport» in ihrer Montagsausgabe. Die Italiener verpflichten den Internationalen leihweise, die Transferrechte liegen bis 2013 weiterhin beim französischen Rekordmeister St-Etienne.

In Leicester war Gelson Fernandes nie richtig angekommen. Sven-Göran Eriksson hatte ihn im Sommer aus Frankreich in die 2. Division Englands geholt, doch weil der schwedische Coach, der einst schon bei Manchester City mit Fernandes zusammenarbeitete, bald entlassen wurde, gab es auch für den Schweizer keine Zukunft mehr in Leicester. Im Herbst kam er auf 13 Einsätze (1 Tor) für den Klub aus den East Midlands.

Auch Sporting und Bologna waren interessiert

Udinese machte schliesslich das Rennen um Fernandes. Auch Sporting Lissabon und Bologna sollen sich um den Walliser bemüht haben. Damit macht Fernandes einen Sprung von der zweithöchsten Liga von England ins Meisterrennen von Italien. Udinese liegt nach 16 Runden mit zwei Punkte Rückstand auf das Führungsduo Milan und Juventus auf Platz 3 der Serie A.

Gemäss italienischen Medien passt Fernandes perfekt ins Beuteschema von Udinese. Die Friauler suchten einen erfahrenen Spieler, der die Serie A kennt und der wenig kostet. Fernandes, der mit der Schweiz eine EM- und eine WM-Endrunde absolvierte, spielte in der letzten Saison - ebenfalls leihweise - für Chievo Verona und kam dabei auf 29 Einsätze.

Abdi und Dubaï auf dem Absprung

Bei der Überraschungsmannschaft aus dem Nordosten Italiens wird Fernandes sofort gebraucht. Diverse Spieler weilen im Januar am Afrika-Cup. Der Schweizer wird im Fünfermittelfeld vor allem den Ghanaer Kwadwo Asamoah auf halblinker Position ersetzen.

Dafür stehen bei Udinese zwei andere Spieler mit Schweizer Vergangenheit auf dem Absprung. Almen Abdi wird mit seinem früheren Arbeitgeber FC Zürich in Verbindung gebracht, und Thierry Doubaï wird Udinese wohl verlassen müssen. Den früheren YB-Mittelfeldspieler von der Elfenbeinküste holten die Italiener aus Bern als Ersatz für Gökhan Inler. Diese Fussstapfen waren für den 23-Jährigen zu gross. Doubaï wurde nur einmal eingesetzt.

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