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Basel hat in London keine Chance

Arsenal zeigt dem Schweizer Meister die Grenzen auf. Theo Walcott erzielt beim 2:0-Sieg des Favoriten beide Tore.

Immer ein Schritt voraus: Arsenal schlägt den FC Basel vor eigenem Anhang 2:0.
Immer ein Schritt voraus: Arsenal schlägt den FC Basel vor eigenem Anhang 2:0.
Getty/Paul Gilham
Theo Walcott schiesst die Tore gleich selbst: Der Gunner ist in der 7. und 26. Minute erfolgreich.
Theo Walcott schiesst die Tore gleich selbst: Der Gunner ist in der 7. und 26. Minute erfolgreich.
epa/Facundo Arrizabalaga
Paris-Saint-Germain gewinnrt auswärts gegen Ludogorez Rasgrad dank zwei Cavani-Treffern 3:1 und führt neu die Gruppe A an.
Paris-Saint-Germain gewinnrt auswärts gegen Ludogorez Rasgrad dank zwei Cavani-Treffern 3:1 und führt neu die Gruppe A an.
EPA/Georgi Licovski
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Mit zwei frühen Toren von Theo Walcott (7./26.) entschied der Tabellendritte der Premier League das erste Duell gegen den FCB bereits frühzeitig zu seinen Gunsten. Die Basler, die in der Vergangenheit gegen englische Teams immer wieder Erstaunliches geleistet hatten, blieben für einmal auf der Insel chancenlos und mussten am Ende froh sein, dass sie den Schaden in Grenzen halten konnten.

Die besten Chancen des Super-League-Dominators vergab Birkir Bjarnason nach gut einer Stunde Spielzeit, als der Isländer innerhalb von einer Minute zuerst mit einem Weitschuss an David Ospina scheiterte (63.) und danach den Ball aus spitzem Winkel über das Tor drosch (64.). Kurz vor Schluss hatte auch der eingewechselte Andraz Sporar den Anschlusstreffer für den FCB auf dem Fuss. Zu diesem Zeitpunkt hätte Arsenal allerdings schon längst 3:0 oder höher führen müssen.

Fischers Fünferkette

FCB-Trainer Urs Fischer hatte gegen den spielstarken Giganten aus der Premier League in der Startaufstellung auf eine Fünferkette gesetzt. Taulant Xhaka rückte nach hinten zwischen Marek Suchy und Eder Balanta, Captain Matias Delgado blieb zuerst auf der Bank. Für den Argentinier kam der Schwede Alexander Fransson zum Zug, der zusammen mit Luca Zuffi und Birkir Bjarnason in einer Dreierkette im Mittelfeld agierte.

Knapp sieben Minuten dauerte es, bis die «Gunners» die BAsler Defensive erstmals ausspielten. Santi Cazorla bediente mit einem Traumpass Alexis Sanchez auf dem linken Flügel - Balanta hob das Offside auf -, die Flanke des Chilenen verwertete Walcott aus kurzer Distanz mit dem Kopf ohne Probleme. Knapp zwanzig Minuten später war es eine Kombination desselben Duos, die zum 2:0 führte. Diesmal traf Walcott mit dem Fuss via Innenpfosten, nachdem die beiden mit einem einfachen Doppelpass die FCB-Verteidigung ausgehebelt hatten.

Höhenflug von Theo Walcott

Walcott legte damit schon früh den Grundstein zum Heimsieg des Favoriten, der vom FCB vor den knapp 60'000 Zuschauern nicht ernsthaft gefordert wurde. Der englische Flügelstürmer unterstrich mit der Doublette seine ausgezeichnete Form. Nachdem die letzte Saison aufgrund der Nichtnominierung für die EM in Frankreich für den 27-Jährigen mit einer Enttäuschung geendet hatte, schöpfte Walcott im Sommer in längeren Gesprächen mit Trainer Arsène Wenger und weiteren Vertrauenspersonen neuen Mut. In sieben Einsätzen in dieser Saison traf Walcott bereits fünf Mal.

Dass der FCB zur Pause nur 0:2 in Rückstand lag, hatte es Tomas Vaclik zu verdanken. Der tschechische Torhüter rettete in der Viertelstunde vor der Pause, Arsenals bester Phase während des ganzen Spiels, mit mehreren hervorragenden Interventionen einen höheren Rückstand. Mit ihrem rasanten Kombinationsfussball spielte das Heimteam, bei dem Granit Xhaka im defensiven Mittelfeld eine unauffällige Leistung zeigte, den FCB phasenweise schwindlig. Immer wieder kombinierten sich Cazorla, Walcott, Sanchez und Co. durch die Reihen der Basler Hintermannschaft und spielten mit dem Schweizer Meister gelegentlich Katz und Maus.

Erste Saisonniederlage

Mit der ersten Niederlage im 13. Pflichtspiel der Saison endete für den FCB im Norden Londons eine schöne Serie. Zuvor waren die Basler in sechs Champions-League-Spielen gegen Vertreter der Premier League ungeschlagen geblieben und feierten dabei gegen Manchester United, Chelsea und Liverpool unvergessene Siege. Im elften Vergleich mit einem englischen Team in der Königsklasse kassierte der FCB erst die zweite Niederlage.

Im Kampf um Platz 2 in der Gruppe und der damit verbundenen Achtelfinal-Qualifikation sind die Basler ins Hintertreffen geraten. Nach der Niederlage von Rasgrad gegen Paris Saint-Germain liegt der Schweizer Meister zusammen mit den Bulgaren mit einem Punkt am Tabellenende. Im nächsten Spiel gastiert der FCB Mitte Oktober in Paris.

Paris ist neuer Gruppenleader

In der Gruppe A (mit dem FC Basel) kam Paris Saint-Germain zum ersten Sieg. In Sofia gewann der französische Meister gegen Ludogorez Rasgrad 3:1. Der in der Ligue 1 mässig gestartete PSG hatte allerdings lange Zeit grösste Mühe. Früh geriet der Favorit in Rückstand und erst knapp vor Ablauf einer Stunde führte er die Entscheidung herbei. Der Uruguayer Edinson Cavani, der erst seit dem Abgang von Zlatan Ibrahimovic auf seiner bevorzugten Postion im Sturmzentrum eingesetzt wird, traf innerhalb von fünf Minuten zweimal (55./60.). Dazwischen wehrte PSG-Keeper Alphonse Areola einen Foulpenalty von Rasgrads Rumänen Cosmin Moti ab.

Arsenal - Basel 2:0 (2:0)

Emirates Stadium, London. - 59'993 Zuschauer. - SR Makkelie (NED). Tore: 7. Walcott (Alexis Sanchez) 1:0. 26. Walcott (Alexis Sanchez) 2:0. Arsenal: Ospina; Bellerin, Mustafi, Koscielny, Monreal (75. Gibbs); Cazorla, Granit Xhaka; Walcott (70. Oxlade-Chamberlain), Özil, Iwobi (70. Elneny); Alexis Sanchez. Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Taulant Xhaka, Balanta, Traoré; Bjarnason (79. Bjarnason), Zuffi (71. Elyounoussi), Fransson; Steffen, Doumbia (57. Sporar). Bemerkungen: Arsenal ohne Coquelin (verletzt), Giroud (gesperrt), Mertesacker, Ramsey und Welbeck (alle rekonvaleszent), Basel ohne Akanji, Janko (beide rekonvaleszent) und Serey Die (krank). Verwarnungen: 21. Suchy (Foul). 85. Elyounoussi (Foul).

Ludogorez Rasgrad - Paris Saint-Germain 1:3 (1:1)

17'155 Zuschauer (in Sofia). - SR Kralovec (CZE). Tore: 16. Natanael 1:0. 41. Matuidi 1:1. 56. Cavani 1:2. 60. Cavani 1:3. Ludogorez Rasgrad: Stoyanov; Minev, Moti, Palomino, Natanael; Dyakov, Anicet Abel; Wanderson (88. Keserü), Marcelinho, Misidjan (73. Lukoki); Cafu. Paris Saint-Germain: Areola; Aurier, Marquinhos, Thiago Silva, Maxwell; Verratti (80. Krychowiak), Thiago Motta, Matuidi; Lucas, Cavani (91. Augustin), Di Maria (88. Ikoné). Bemerkungen:Ludogorez ohne Cicinho und Vitinha, PSG ohne Ben Arfa und Jesé (alle verletzt). 59. Areola wehrt Foulpenalty von Moti ab. Verwarnungen: 44. Dyakov (Foul). 50. Natanael (Foul). 56. Cafu (Reklamieren). 57. Matuidi (Foul). 58. Thiago Motta (Foul).

SDA/jul

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