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Hertha scheitert vor dem DFB-Bundesgericht

Das unter skandalösen Umständen beendete Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha Berlin wird nicht wiederholt. Damit sind die Berliner aus der Bundesliga abgestiegen.

Spieler in Angst: Herthas Thomas Kraft im Tumult.
Spieler in Angst: Herthas Thomas Kraft im Tumult.
Reuters

Das unter skandalösen Umständen beendete Bundesliga-Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha Belrin (2:2) wird nicht wiederholt. Das Bundesgericht des Deutschen Fussball-Bundes wies den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung ab. Nach einer fast neunstündigen Verhandlung bestätigte das dreiköpfige Gremium in zweiter Instanz die Entscheidung des DFB-Sportgerichts vom vergangenen Montag.

Damit ist die Hertha nach dem 1:2 im Hinspiel aus der Bundesliga abgestiegen. Allerdings besteht für die Berliner noch die Möglichkeit, das Ständig Neutrale Schiedsgericht des DFB anzurufen. Selbst ein Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ist danach theoretisch noch möglich.

Bei der Partie am 15. Mai waren in der Nachspielzeit Anhänger von Fortuna Düsseldorf schon vor dem Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt. Vor dem DFB-Bundesgericht schilderten 16 Zeugen ihre Eindrücke, unter ihnen der frühere FCZ-Spieler Raffael und Hertha-Trainer Otto Rehhagel. Rehhagel wunderte sich, dass bereits ab der 85. Minute «Ordner, Kinder, Mütter und wildfremde Menschen» um ihn herum in der Coaching Zone gestanden hatten. «Ich hatte deshalb keinen Einfluss mehr auf meine Mannschaft. Und so etwas darf nicht sein», sagte der 73-Jährige.

«Das war ein Ausnahmezustand, wie ich ihn zuvor noch nie erlebt habe in 40 Jahren als Trainer. Selbst in Griechenland nicht. Als es zum Platzsturm kam, habe ich gedacht, 'Otto, jetzt wird es gefährlich'», so Rehhagel und beschrieb die Situation während der 21-minütigen Unterbrechung in der Kabine: «Die Spieler waren paralysiert. Das war ein chaotischer Zustand, unsere Südamerikaner hatten Angst.»

si/kle

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