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«Hitzfeld zerstört Kuhns Aufbauarbeit»

Nach dem 1:3 gegen England steht nicht nur der notorische Sündenbock Alex Frei im Kreuzfeuer der Kritik, sondern auch Ottmar Hitzfeld. Die Leser von Redaktion Tamedia fordern frisches Blut und neue Ideen für die Nati.

Ottmar Hitzfeld übernahm das Schweizer Nationalteam nach der Euro 2008 von Köbi Kuhn.
Ottmar Hitzfeld übernahm das Schweizer Nationalteam nach der Euro 2008 von Köbi Kuhn.
Keystone

«Nach zwei Jahren Hitzfeld ist noch immer keine Handschrift des Trainers ersichtlich, weder spielerisch noch auf psychologischer Ebene», schreibt ein enttäuschter Anhänger des Schweizer Teams. Er drückt damit präzise aus, was auch viele andere denken - dass Hitzfeld zwar einer der erfolgreichsten und besten Klubtrainer der Welt sein möge, als Nationalcoach aber planlos agiere. Was für ein Meinungsumschwung knapp drei Monate nach dem 1:0-Sieg gegen den späteren Weltmeister Spanien in Südafrika.

Ein Leser wird sogar noch deutlicher. «Hitzfeld ist der falsche Trainer. Köbi Kuhn hat eine Super-Generation herangezogen, Hitzfeld zerstört diese nun», lautet sein vernichtendes Zeugnis für den teuersten Chef, den die Schweizer Fussballer je hatten. «Zeit für einen Umbruch, einen heissen Trainer auf der Bank und bissige Leute auf dem Rasen», pflichtet ihm ein anderer User bei. «Ohne Polemik: Ich würde das Engagement mit Hitzfeld beenden. Das ist der falsche Trainer mit der falschen Mannschaft. Kuhn hatte nicht die besseren Spieler, aber mehr Erfolg», fügt ein weiterer Leser hinzu.

Sforza, Favre und U-17-Weltmeistercoach Ryser auf dem Wunschzettel

In der Diskussion tauchen sogar schon die Namen möglicher Nachfolger für Hitzfeld auf: Ciriaco Sforza, Lucien Favre und Dani Ryser. Sie alle haben bewiesen, dass sie aus jungen Spielern schlagkräftige Einheiten formen können.

Sforza führte die Grasshoppers in der vergangenen Saison auf Platz 3 und machte aus den Junioren Nassim Ben Khalifa und Haris Seferovic Leistungsträger. Favre steht für die beiden FCZ-Meistertitel 2006 und 2007, den schönsten Super-League-Fussball der letzten zehn Jahre und den Durchbruch von Akteuren wie Almen Abdi. Ryser schliesslich löste als Trainer der U-17-Weltmeister im vergangenen Jahr eine Euphorie aus, von der die A-Nationalmannschaft nur träumen kann.

Von den Spielern, die gestern in Basel auf dem Rasen standen, geniessen zurzeit nur noch der tadellose Goalie Diego Benaglio, der rustikale Defensivmann Stéphane Grichting und der erst 18-jährige Xherdan Shaqiri das Vertrauen der Leser von Redaktion Tamedia. «Ohne Benaglio, der als einziger das Wort internationale Klasse verdient, hätte es auch an der WM in Südafrika drei Mega-Klatschen abgesetzt», glaubt ein User.

Die Leute sind nicht mehr mit dem Herzen dabei

Für besondere Empörung sorgt unter den Fans das Betragen der Spieler auf dem Rasen. «Derdiyok, Frei, Inler, Margairaz, Lichtsteiner, Degen, Ziegler - alles Totalausfälle», ist in den Kommentaren auf Redaktion Tamedia zu lesen. «Wenn die Schweizer nur halb so gut spielen könnten, wie sie lamentieren, ausrufen und jammern, würde es anders aussehen», lautet eine weitere Einschätzung. «Ich denke, es würde guttun, wenn die Schweizer wieder einmal ein, zwei Turniere verpassen würden, so kämen sie vielleicht wieder auf den Boden zurück.»

Ein Leser vermutet, dass sich die Fans und das Nationalteam auseinander gelebt haben: «Das war gestern ein ganz grässlicher Abend. Die Leute sind im Stadion gar nicht mehr mit dem Herzen dabei. Sie haben die Nati satt. Margairaz, Ziegler, Inler – das geht alles nicht mehr. Diese Mannschaft möchte man einfach nicht mehr zu oft sehen. Ich glaube auch, dass Hitzfeld gar nicht weiss, was er machen soll. Das wirkte alles sehr wirr, was er veranlasste. Auch Frei hinter der Spitze – sehr seltsam.»

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