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Hitzfelds Neuer traf schon aus 60 Metern

Vincent Rüfli von Servette wurde erstmals für die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten.

Obschon der Name Vincent Rüfli schon in Zusammenhang mit der Schweizer Nationalmannschaft gebracht wurde, kam die Nominierung des Aussenverteidigers von Servette doch überraschend. Er ist der erste Spieler von Servette im Nati-Aufgebot seit dem Konkurs der ersten Mannschaft der Genfer 2005.

Der 23-jährige Rüfli, dessen Vater Christian selbst für CS Chênois in der NLA aktiv war, spielte bis im Sommer 2008 bei Etoile Carouge in der 1. Liga. «So nebenbei», wie er gegenüber Football.ch sagte, das Studium hatte Vorrang. In der Challenge League, in welcher er mit Servette ab 2008 spielte, konnte er als offensiver Aussenverteidiger bestechen. In 63 Partien schoss er seither immerhin acht Tore und gab sieben Assists. Sein bekanntester Treffer ist wohl das Tor aus über 60 Metern gegen Schaffhausen (Siehe Box).

Vor dem Aufstieg in die Super League folgten denn auch Angebote: Sampdoria Genua und deren Stadtrivale der FC Genua wollten den vierschrötigen Rüfli. Er entschied sich, bei Servette zu bleiben. In der Nationalmannschaft wird Rüfli auf seinen ehemaligen Teamkollegen Johan Djourou treffen, der ebenfalls im Genfer Vorort Carouge aufgewachsen ist und mit ihm Fussball gespielt hat.

«Stolz und glücklich»

Über die Nominierung freute sich Rüfli dementsprechend. Im Interview für seinen Verein zeigte er sich «stolz und glücklich». Er habe sein Ziel, die Nationalmannschaft, schneller erreicht, als er es sich vorstellen konnte. Ob er gleich zum Zug kommt, ist für Rüfli nicht vordergründig: «Mein Ziel wird es sein, mich gut in die Gruppe zu integrieren.» Persönlich ist dies ein Dankeschön für die guten Leistungen des beidfüssigen Genfers, welche sich auch in seinem Transferwert ausdrücken: Seit diesem Juni hat sich dieser nach Angaben von Transfermarkt.de beinahe verdoppelt auf 450'000 Franken.

Auch Ottmar Hitzfeld ist von Rüflis Leistungen überzeugt. «Rüfli hat in dieser Saison auf sich aufmerksam gemacht, weil er viel zur Belebung des Spiels von Servette auf der rechten Seite beiträgt», so Hitzfeld laut «Le Matin online». Auch Servettes Trainer Joao Alves ist stolz auf die Nominierung von Rüfli für die Nationalmannschaft – und François Moubandje für die U21. «Das ist eine Art der Anerkennung für die Arbeit von Servette. Und es gibt noch andere Schweizer Spieler, die Rüfli folgen könnten. Ich denke an Vitkieviez, oder auch an Karanovic», sagte Alves gegenüber «Tribune de Genève».

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