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Hobbyfussballer löst Stromausfall aus

In Norwegen zeigt ein Amateurfussballer, weshalb Verteidiger einen zerstörerischen Ruf geniessen.

Da sprühen die Funken: Ein Befreiungsschlag endet in einem Stromausfall fürs ganze Quartier. Video: Tamedia/Twitter

Blutgrätsche. Schottisch-halbhoch. Den Ball wegschwarten. Und vielleicht bald «Stromausfall»? Dank einem Norweger könnte der Fachjargon von Amateurfussballern – präziser von den Abwehrspielern unter ihnen – erweitert werden. Verteidiger tieferer Ligen geniessen ohnehin einen zerstörerischen Ruf. Oftmals nicht zu Unrecht, denn so lieben es viele, ihre Härte in brutalen Tacklings oder kompromisslosen Befreiungsschlägen zu zelebrieren. Oftmals geht es auch darum, ein Zeichen zu setzen. Wofür auch immer.

So ein Zeichen könnte es sein, das Jonas Alexander Olsen vom norwegischen Viertligisten Selbak TIF setzen will. 0:5 liegt sein Team, nach 23 Runden abgeschlagen Tabellenletzter, gegen den Mittelfeldclub Vestfossen zurück. In der 85. Minute rollt ein weiterer Angriff aufs Tor, bis der Abwehrspieler eingreift. Humorlos. Und zwar derart humorlos, dass gleich der ganzen Nachbarschaft das Lachen vergeht.

Denn Olsen schwartet den Ball an eine Stromleitung. Funken sprühen, es kommt zum Kurzschluss. Sellebakk, eine Gemeinde in der 81’000-Einwohner-Stadt Fredrikstad, muss plötzlich ohne Strom auskommen. Es dauert Stunden, bis die Panne behoben wird.

An der 0:5-Klatsche für Selbak ändert das freilich nichts mehr. Bleibt immerhin zu hoffen, dass Olsens Mitspieler sein Zeichen verstehen: In der Defensive braucht es mehr Stromschläge! Dann klappt es am Samstag beim zehnplatzierten Skjetten möglicherweise endlich mit dem ersten Saisonsieg.

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