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Hoffenheims Höhenflieger wieder ganz oben

Hoffenheim ist nach der 9. Bundesligarunde sensationell wieder an die Tabellenspitze zurückgekehrt. Der überraschende Neuling entzauberte den Hamburger SV im Spitzenkampf mit 3:0.

Sensationeller Neuling: Hoffenheims Chinedu Obasi und Sejad Salihovic freuen sich über das Führungstor gegen den HSV.
Sensationeller Neuling: Hoffenheims Chinedu Obasi und Sejad Salihovic freuen sich über das Führungstor gegen den HSV.
Keystone

Mit atemberaubendem Tempo-Fussball haben die Hoffenheimer Himmelsstürmer dem HSV eine wahre Lehrstunde erteilt. Chinedu Obasi (7./36.) und Torschützenleader Vedad Ibisevic (13.) mit seinem zehnten Saisontor trafen für den Neuling, der die beste Startbilanz eines Aufsteigers seit 43 Jahren hingelegt hat. Die Hamburger enttäuschten drei Tage nach dem Uefa-Cup-Sieg in Zilina auf der ganzen Linie und waren vor allem in der Defensive völlig überfordert.

Kein Glück für Jubilar Koller

Kein Glück hatte Marcel Koller in seinem 100. Bundesligaspiel: Mit Bochum verlor der frühere GC-Meistertrainer in Stuttgart 0:2. Stuttgarts Matchwinner war Mario Gomez mit zwei Treffern zwischen der 80. und 83. Minute.

Kollers Schweizer Trainerkollege Lucien Favre erreichte mit dem stark ersatzgeschwächten Hertha Berlin ein wichtiges 1:1 und blieb damit zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. Nach der Berliner Führung durch Cicero mittels Foulpenalty vermochte Sebastian Kehl für die Dortmunder wenigsten noch einen Punkt zu retten. Alex Frei, der in der 20. Minute ins Spiel kam, hatte Kehls Kopfballtreffer mit einem präzisen Corner vorbereitet.

Die Rückkehr der Bayern

Bayern München hatte am Samstag im Heimspiel gegen Wolfsburg mit einer starken Moral beeindruckt. Trotz 0:2-Rückstand gewannen die Münchner noch 4:2 und rückten dank dem dritten Vollerfolg in Serie auf Platz 5 vor.

Das Team von Jürgen Klinsmann ist nunmehr seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen und rollt das Feld von hinten auf. Der Rückstand auf Leader Hoffenheim beträgt nur noch vier Punkte. In der Allianz-Arena brandeten am Samstag bereits die ersten «Klinsmann-raus-Rufe» durch das Stadion, nachdem der Brasilianer Grafite und Edin Dzeko das Team des früheren Bayern-Trainers Felix Magath nach einer halben Stunde innerhalb von 124 Sekunden 2:0 in Führung geschossen hatten. Dann aber verkürzte Frank Ribéry noch vor der Pause mit seinem ersten Saisontor auf 1:2. Nach dem Seitenwechsel sorgten schliesslich Mark van Bommel, Tim Borowski und Bastian Schweinsteiger gegen den machtlosen Diego Benaglio im Wolfsburg-Tor für die eindrückliche Wende.

Mit dem wichtigen Heimsieg überholten die Bayern in der Rangliste Schalke 04 und Werder Bremen, die sich gegen Bielefeld und Hannover mit enttäuschenden Unentschieden zufrieden geben mussten.

Spychers Eintracht mit Moral

Auch in der Abstiegszone gab es eine beeindruckende Aufholjagd zu verzeichnen: Eintracht Frankfurt mit Captain Christoph Spycher siegte bei Energie Cottbus trotz einem schnellen 0:2-Rückstand noch 3:2 und landete damit den zweiten Sieg innerhalb dreier Tage. Friedhelm Funkels Trainerstuhl dürfte damit wieder etwas weniger heftig wackeln.

Trainer Hans Meyer brachte das Glück nach Mönchengladbach zurück. Im ersten Spiel nach seiner Rückkehr zu den «Fohlen» nach über fünfeinhalb Jahren feierte der «Heilsbringer» bereits den ersten Sieg. Der 1:0-Erfolg über den Karlsruher SC fiel jedoch reichlich glücklich aus. Nach zuvor fünf sieglosen Spielen gaben die Gladbacher dank diesem Erfolg den letzten Tabellenplatz an das weiter erfolglose Cottbus weiter.

si/fal

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