«Ich und YB, das passt»

Der neue YB-Trainer Gerardo Seoane sagt, warum der Wechsel nach Bern ideal ist. Und er erklärt, wie es weitergeht.

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Sie treten in Bern in die grossen Fussstapfen von Adi Hütter. ­Keine Bange?Gerardo Seoane: Erst einmal ist es eine grosse Ehre, bei YB Trainer sein zu dürfen. Und es ist eine grosse Herausforderung, die ich gerne annehme. Hütter hat unglaubliche Arbeit geleistet. Aber ich werde nicht versuchen, ihn zu kopieren, sondern authentisch bleiben.

Sie waren als Luzern-Trainer ­dabei, als YB Ende April in Bern Meister wurde. Welche ­Erinnerungen haben Sie an ­diesen Abend?Das war ein unvergessliches Erlebnis. Eines, das mir extrem eingefahren ist. Die Stimmung war überwältigend. Und obwohl wir verloren haben, durften wir uns auch ein wenig wie Gewinner fühlen. Zumal eine solche Partie vor einer solchen Kulisse ein grosser Lehrblätz für die jungen Spieler war. Ich freue mich, in diesem Club mit diesen Fans arbeiten zu dürfen. Auch wenn mir bewusst ist, dass nicht an jedem Heimspiel eine solche Party steigen kann.

Was für eine YB-Mannschaft soll das Publikum unter Ihnen sehen?Eine, die mit Leidenschaft und Entschlossenheit agiert. Die Zuschauer sollen mit Freude an unsere Matchs kommen. Grundsätzlich schwebt mir eine ähnliche Spielweise wie jene Hütters vor. Das Ziel ist es, diese weiterzuentwickeln.

Was dachten Sie, als Sie vom ­Interesse von YB erfuhren?Es war eine grosse Genugtuung, wurde unsere Arbeit in Luzern honoriert. Aber ich wollte erst einmal die Gespräche mit den YB-Verantwortlichen abwarten.

Welchen Eindruck haben sie ­dabei erhalten?Ich merkte sofort, dass wir dieselben Ideen vom Fussball haben, es waren angenehme Gespräche. Für mich ist dies der ideale nächste Schritt in der Karriere. Ich bin ambitioniert, YB ist es auch. Das passt.

In Luzern sorgte Ihr Abgang nach nur fünf Monaten für viel Ärger. Fans hängten ein Transparent mit hasserfüllten Worten an ihrem Wohnort auf. Was ­sagen Sie dazu?Zum Fussball gehören Emotionen. Ich verstehe die Enttäuschung der Fans, in der Schweiz herrscht Meinungsfreiheit. Aber es gibt Grenzen, jeder hat Anrecht auf ein gewisses Mass an Privatsphäre.

Wie sehen nun die ersten Tagen bei YB aus?Ich habe am Morgen erstmals mit Christoph Spycher und Stéphane Chapuisat die Kaderplanung besprochen. Nun werde ich noch eine Woche Ferien machen, ehe ich mit grosser Vorfreude zurück nach Bern komme.

Nehmen Sie Spieler aus Luzern mit?Das ist nicht geplant.

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