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«Ich war froh, dass ich überhaupt einen Klub bekam»

Nationalspieler Patrick Müller steht seit September bei der AS Monaco unter Vertrag. Seither wartet er auf sein Debüt.

Im Sommer suchte Patrick Müller nach Vertragsende in Lyon einen neuen Klub. Der bald 32-Jährige war noch arbeitslos, als alle europäischen Ligen den Meisterschaftsbetrieb aufgenommen hatten.

Fündig wurde Müller schliesslich in einem Fürstentum: Die AS Monaco ist seit September und bis 2010 seine neue Mannschaft, Raymundo Gomes Ricardo sein neuer Trainer. Der Brasilianer verzichtete bislang aber auf die Dienste des 81fachen Schweizer Nationalspielers. Zum Einsatz kam Müller erst einmal: Mit Monacos Reserven verlor er gegen Gap 1:3 – und spielte 77 Minuten im Mittelfeld.

Herr Müller, seit fast drei Monaten sind Sie in Monaco, aber Ihr Debüt in der ersten Mannschaft haben Sie immer noch nicht gegeben. Was ist los? Der Trainer hat sein Team und seine Innenverteidiger, die ihre Leistungen bringen. Er sieht mich ohnehin eher als Mittelfeldspieler.

Auf Ihre alten Tage hin? (lacht) Ja, aber er hat mir schon vor der Vertragsunterschrift gesagt, dass er mich als möglicher Sechser in Betracht zieht.

Reicht es nicht mehr für die Innenverteidigung? Ich war noch nie der Schnellste und Zweikampfstärkste. Ausserdem muss ich sagen, dass Dario Simic und der erst 19-jährige Kameruner Nicolas Nkoulou wirklich stark spielen.

Sie loben Ihre Konkurrenten explizit. Ich sage nur, wie es ist.

Und Sie geben auch nicht Trainer Ricardo die Schuld dafür, dass Sie noch kein einziges Ligue-1-Spiel mit Monaco bestritten haben? Nein. Warum sollte ich? Es ist nicht seine Schuld. Ich muss besser werden. Wenn ich besser bin, spiele ich. Im Training sehe ich auch, dass die Konkurrenten einen Vorsprung haben.

Hat Ihnen das der Trainer auch erklärt? Er ist nicht einer, der viel redet. Mir muss er nicht erklären, weshalb ich noch nicht spiele. Solange ich es selber merke, dass etwas fehlt, fällt es mir auch einfacher, meine Rolle zu akzeptieren.

Bedauern Sie den Wechsel nach Monaco? Nein. Ich war froh, dass ich überhaupt einen Klub bekam. Natürlich wäre es mir lieber, nicht nur zu trainieren, sondern auch zu spielen. Aber jetzt sage ich mir einfach: neues Jahr, neues Glück. 2009 wird hoffentlich besser als 2008...

...in dem Sie immerhin EM-Teilnehmer waren, was nach dem Kreuzbandriss im Dezember 2007 nicht zu erwarten war... ...aber das Jahr war trotzdem nicht gut. Zuerst musste ich mich von der Verletzung erholen, dann kam die Enttäuschung an der Euro, danach die zwei Monate, in denen ich auf Klubsuche war. Und nun trainiere ich nur. Solange sich daran nichts ändert, kann auch die Nationalmannschaft für mich kein Thema sein.

Glauben Sie, bald regelmässig zu spielen? Ich traue mir zu, mich durchzusetzen. Auch im Mittelfeld – wie ich das aus den Zeiten bei GC und Servette kenne.

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