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Irland-Stürmer verzichtete für Party auf Bonus

Die Iren schiessen zu wenig Tore. Immerhin haben ihre Stürmer nette Geschichten auf Lager.

David McGoldrick galt einst als Teenager als grosses Talent. Im Nachwuchs spielte er unter anderem mit Gareth Bale oder Adam Lallana.
David McGoldrick galt einst als Teenager als grosses Talent. Im Nachwuchs spielte er unter anderem mit Gareth Bale oder Adam Lallana.
Catherine Ivill/Getty Images
15 Jahre lang musste er warten, bis sein Traum wahr wurde und er einen Vertrag in der englischen Premier League erhielt. Warten muss er allerdings weiter auf sein erstes Tor im irischen Nationalteam: In sechs Partien hat er null Treffer erzielt.
15 Jahre lang musste er warten, bis sein Traum wahr wurde und er einen Vertrag in der englischen Premier League erhielt. Warten muss er allerdings weiter auf sein erstes Tor im irischen Nationalteam: In sechs Partien hat er null Treffer erzielt.
Niall Carson/Getty Images
Wie McGoldrick steht Robinson auch bei Sheffield United unter Vertrag. Jedoch konnte auch er in bislang acht Partien kein Tor für das Nationalteam erzielen.
Wie McGoldrick steht Robinson auch bei Sheffield United unter Vertrag. Jedoch konnte auch er in bislang acht Partien kein Tor für das Nationalteam erzielen.
Dan Istitene/Getty Images
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Lang hat es gedauert. Sehr lang. 15 Jahre musste David McGoldrick warten, bis sein Traum von einem Vertrag in der Premier League wahr wurde. Dabei galt er als Teenager als grosses Talent, spielte im Nachwuchs mit Gareth Bale oder Adam Lallana.

Aus jener Zeit stammt auch die Geschichte, die der heute 31-Jährige vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz zum Besten gibt. Als Junior hatte er bei Southampton die Aufgabe die Schuhe von Stürmer Peter Crouch zu putzen. 40 Pfund erhielt er dafür monatlich auf seinen Lohn obendrauf. Plus eine Prämie von 10 Pfund, für jedes Tor, das Crouch erzielte.

«Es war eine grossartige Nacht»

«Ich glaube, er traf 15-mal», erinnert sich McGoldrick, «ich habe also durchaus ein paar Zehner dazu bekommen.» Doch dann stand Weihnachten vor der Tür, und Crouch fragte ihn, was er lieber wolle: einen Bonus – oder einmal mit ihm in den Ausgang.

«Ich wollte eine Nacht mit Crouchy. Also gingen wir in den Ausgang, er schaute, dass ich betrunken wurde – und ich ging nach Hause», erzählt McGoldrick mit einem Lachen, «es war eine grossartige Nacht.» Dasselbe kann von seiner Karriere danach nicht behauptet werden. McGoldrick tingelte durch die unteren Ligen Englands. Bis ihm in diesem Sommer als 31-Jähriger doch noch mit Sheffield United der Aufstieg in die höchste englischen Liga gelungen ist.

Geringe Torausbeute

Das sind gute Neuigkeiten für Irlands Nationaltrainer Mick McCarthy. Denn auch sein Team wartet häufig – auf einen Torerfolg. Erst fünfmal haben die Iren in der EM-Qualifikation getroffen. Und das, obwohl sie ihre beiden Spiele gegen Gibraltar bereits hinter sich haben. Beim 2:0-Heimsieg brauchten sie ein Eigentor, um in Führung zu gehen.

Ob McCarthy gegen die Schweiz auf McGoldrick oder doch auf Callum Robinson setzt, seinen zweiten Angreifer, der bei Sheffield unter Vertrag steht? McGoldricks Bilanz im Nationalteam jedenfalls ist ausbaufähig. In sechs Spielen hat er null Tore erzielt. Aber er ist sich sicher: «Wenn erst mal ein Ball reinfällt, werden weitere Treffer folgen.» Muss ja nicht gleich am Donnerstag gegen die Schweiz sein.

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