FC Basel und Zürcher Trainer – das passt

Dank zwei Toren von Marc Janko besiegt Basel den FC Thun 3:1. Für Trainer Urs Fischer sind das nun 15 Punkte in fünf Spielen – das gelang dem FCB erst einmal.

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Die Saison ist erst fünf Runden jung, und doch darf festgestellt werden: Der FC Basel und Zürcher Trainer – das scheint zu passen. Nach dem 3:1 gegen den FC Thun, seinen ehemaligen Arbeitgeber, steht der neue FCB-Coach Urs Fischer mit einer makellosen Bilanz da. Ein Start mit 15 Punkten in fünf Spielen, das ist den Baslern in der Super League erst einmal gelungen: 2003 unter Christian Gross. Damals gewannen sie sogar ihre ersten 13 Partien, ehe sie in Aarau unentschieden spielten.

Es wäre der Spannung in der Super League dienlich, böte die nationale Konkurrenz den Baslern in dieser Saison etwas früher Paroli. Die Thuner versuchten es an diesem schwülwarmen Abend im St.-Jakob-Park redlich. Doch letztlich hatten sie zu wenig Klasse, um lange Zeit wenig inspirierte Basler in Bedrängnis zu bringen.

«Wir wurden pomadig»

Bereits in der 4. Minute liess Breel Embolo Gegenspieler Andreas Wittwer den Klassenunterschied spüren. Der Basler schnappte dem Thuner den Ball auf Höhe Mittellinie weg, und via Luca Zuffi kam der Ball zu Marc Janko, der die Führung für das Heimteam erzielte.

Danach taten die Basler wenig bis gar nichts mehr für das Spiel, so dass der Thuner Ausgleich nicht unverdient war. Oder wie es Fischer beschrieb: : «Wir wurden pomadig.» Die Folge: Gianluca Frontino schickte Simone Rapp steil, den Michael Lang nur durch ein Zupfen am Trikot bremsen konnte – Penalty. Und Lang konnte noch von Glück sprechen, dass ihn Schiedsrichter Alain Bieri bloss mit Gelb bestrafte. Ein Platzverweis wäre durchaus im Bereich des Möglichen gelegen.

Die Stimmung sei danach nicht besonders heiter gewesen in der Basler Kabine, erzählte Fischer: «Wenn du in die Gesichter geschaut hast, wusstest du: Das war nicht gut.» Entsprechend verändert präsentierte sich der FCB nach dem Seitenwechsel. Und in der 49. Minute war es wieder Embolo, der Wittwer wie einen Schulbuben stehen liess. Dieses Mal flankte der 18-Jährige direkt zu Janko – 2:1. Das vierte Tor im fünften Pflichtspieleinsatz des Österreichers für Basel.

Gashi, der erfoglose Penaltyschütze

Ein Handspenalty und der daraus resultierende Platzverweis gegen Nicolas Schindelholz besiegelten das Schicksal der Berner Oberländer. Shkelzen Gashi verwandelte den Elfmeter im Nachschuss. Bemerkenswert: Es ist bereits Gashis zweiter Elfmeter in dieser Saison, der vom Goalie zumindest im ersten Anlauf abgewehrt werden konnte. In der Qualifikation zur Champions League gegen Posen war Gashi vom Elfmeterpunkt sogar gänzlich gescheitert.

Während die Basler an der Spitze der Tabelle ihre Runden drehen und sich über die Ausrutscher der Konkurrenz freuen können, rutschen die Thuner mit drei Punkten aus fünf Spielen in Richtung Tabellenende. «Wir haben viele kleine Geschenke verteilt», ärgerte sich Trainer Ciriaco Sforza, «gespielt haben wir okay, aber leider fahren wir ohne Punkte nach Hause.»

«Wir haben noch deutliches Steigerungspotenzial»

Am Ende des Abends, als die Thuner gerade vom Auslaufen zurück in die Katakomben des St.-Jakob-Parks marschierten, sagte Luca Zuffi dann noch: «Mir reicht es nicht, die Spiele nur zu gewinnen. Ich denke, wir haben noch deutliches Steigerungspotenzial.» Es muss für die restlichen Teams der Super League wie eine Drohung klingen.

Einziger Wermutstropfen für den FCB war die verletzungsbedingte Auswechslung von Zdravko Kuzmanovic. Der Mittelfeldspieler verletzte sich kurz nach seiner Einwechslung am rechten Oberschenkel, als er einen weiten Pass schlagen wollte. Wie schwer seine Blessur ist, wusste der FCB unmittelbar nach Schlusspfiff noch nicht.

Basel - Thun 3:1 (1:1)

27'034 Zuschauer. – SR Bieri. – Tore: 4. Janko 1:0. 29. Frontino (Foulpenalty) 1:1. 49. Janko 2:1. 79. Gashi 3:1.

Basel: Vaclik; Lang, Hoegh, Samuel, Traoré; Elneny (82. Kuzmanovic), Xhaka; Embolo, Zuffi, Bjarnason (74. Gashi); Janko (86. Ajeti).

Thun: Faivre; Bigler (64. Schindelholz), Reinmann, Bürki, Wittwer; Hediger; Ferreira, Sutter (73. Zino), Frontino, Rapp; Buess (83. Munsy).

Bemerkungen: Basel ohne Delgado (krank), Boëtius, Callà, Simic, Ivanov und Kakitani (alle verletzt). Thun ohne Glarner, Peyretti, Siegfried und Wieser (alle verletzt). 47. Kopfball von Samuel an die Latte. 63. Bigler verletzt ausgewechselt. 79. Rote Karte gegen Schindelholz (Handspiel). 79. Gashi scheitert mit Handspenalty an Faivre und trifft im Nachschuss. 90. Kuzmanovic verlässt Feld verletzt. Verwarnungen: 28. Lang. 37. Bjarnason. 52. Reinmann. 55. Janko. 84. Bürki. 94. Traoré (alle Foul). (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.08.2015, 19:29 Uhr

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