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Joker Barnetta dreht das Spiel im Alleingang

Die Hoppers gehen in St. Gallen zwar in Führung. Dann wird der Mann des Spiels eingewechselt. GC bleibt im Abstiegssumpf.

Der Matchwinner in Aktion: Tranquillo Barnetta feiert gegen GC einen Doppelpack.

St. Gallen verneigt sich vor Tranquillo Barnetta. Die Ostschweizer lagen gegen GC zur Pause 0:1 zurück. Nichts gelang. Da wurde Barnetta eingewechselt, der mit zwei Toren für den Umschwung und den 2:1-Heimsieg sorgte.

Die Sprechchöre nach Spielschluss für Doppeltorschütze Barnetta wollten nicht verhallen. Als der 75-fache Internationale nach der Pause eingewechselt wurde und St. Gallen sein System umstellte, da ergriff "Quillo", die St. Galler Ikone, die Initiative. Sofort ging ein Ruck durch die Mannschaft, die in der ersten Halbzeit zu keiner einzigen Torchance gekommen war.

Er kann es noch immer

«Ich ziehe den Hut vor der Leistung von Barnetta. Er hat grandios gespielt und das Team mitgerissen», wand ihm Trainer Peter Zeidler ein Kränzchen. «Ich bin zwar nicht mehr der schnellste, aber im Kopf doch noch», freute sich Barnetta. «Ich glaubte stets an meine Fähigkeiten und habe weiter Selbstvertrauen und Spass am Fussball. Das konnte ich zeigen.»

«Barnetta war der Matchwinner. Wir freuen uns alle für ihn. Der Siegtreffer fiel wie im Training. Ich legte auf Quillo zurück, und er traf herrlich via Pfosten», fasste Verteidiger Andreas Wittwer zusammen. Nur während 18 Minuten kam «Altmeister» Barnetta, der Anfang 2017 wieder zu seinem Stammverein zurückgekehrt war, gegen GC zum Einsatz. Er bewies aber, dass er es – obwohl gesundheitlich etwas angeschlagen – noch immer kann.

Die Hoppers jedoch bleiben im Abstiegssumpf stecken und könnten bei Siegen von Xamax und Sion am Sonntag sogar ans Tabellenende zurückfallen. In St. Gallen wurden die Mannschaften von dieser Choreografie empfangen.
Die Hoppers jedoch bleiben im Abstiegssumpf stecken und könnten bei Siegen von Xamax und Sion am Sonntag sogar ans Tabellenende zurückfallen. In St. Gallen wurden die Mannschaften von dieser Choreografie empfangen.
Gian Ehrenzeller, Keystone
In der ersten Halbzeit gibt es vorerst wenige Chancen, aber ein durchaus gutes Spiel zu sehen. Hier kämpft der Hopper Doumbia mit Kutesa um den Ball.
In der ersten Halbzeit gibt es vorerst wenige Chancen, aber ein durchaus gutes Spiel zu sehen. Hier kämpft der Hopper Doumbia mit Kutesa um den Ball.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Und dann schlägt die Stunde des Tranquillo Barnetta. Er wird in der Pause eingewechselt und trifft nach einer guten Stunde mit einem herrlichen Flugkopfball zum 1:1. 12 Minuten vor Schluss spielt ihn Wittwer frei, Barnetta erwischt Lindner in der kurzen Ecke via Innenpfosten.
Und dann schlägt die Stunde des Tranquillo Barnetta. Er wird in der Pause eingewechselt und trifft nach einer guten Stunde mit einem herrlichen Flugkopfball zum 1:1. 12 Minuten vor Schluss spielt ihn Wittwer frei, Barnetta erwischt Lindner in der kurzen Ecke via Innenpfosten.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Umstrittener GC-Treffer

Die Grasshoppers, denen Trainer Thorsten Fink erstmals ein 4-4-2-System verordnete, was die Zürcher eine Stunde lang gut umsetzten, führte nach einem kuriosen Treffer in der 23. Minute nicht unverdient mit 1:0. Das Tor war umstritten.

Der Ex-St. Galler Runar Sigurjonsson zirkelte einen Eckball zur Mitte in den Fünfmeterraum. St. Gallens Goalie Dejan Stojanovic griff nicht ein, GC-Verteidiger Jean-Pierre Rhyner stützte sich auf. Eine Hand war im Spiel und vom Körper Sierros rollte der Ball schliesslich ins Netz. GC führte und hätte durch Marco Djuricin noch vor der Pause erhöhen müssen. St. Gallen vermochte nicht zu reagieren – bis Barnetta kam.

Telegramm:

St. Gallen - Grasshoppers 2:1 (0:1)

11'836 Zuschauer.- SR Millot (FRA). - Tore: 23. Eigentor Sierro (Sigurjonsson) 0:1. 60. Barnetta (Ben Khalifa) 1:1. 78. Barnetta (Wittwer) 2:1.– St. Gallen: Stojanovic; Bakayoko (69. Tschernegg), Hefti, Mosevich (46. Barnetta), Wittwer; Quintilla; Ashimeru (84. Tafer), Sierro; Kutesa, Buess, Ben Khalifa. – Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Cvetkovic, Rhyner, Doumbia; Pusic (81. Ngoy), Sigurjonsson, Holzhauser (88. Bahoui), Bajrami; Pinga, Djuricin.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Vilotic (gesperrt), Itten, Lüchinger und Muheim (alle verletzt). Wiss, Koch (rekonvaleszent) und Nuhu (U21-Debüt) nicht im Aufgebot. GC ohne Basic, Nathan, Jeffren, Ajeti, Gjorgjev und Tarashaj (alle verletzt). 75. Kopfball von Sierro an den Pfosten. 12. Tor von Djuricin wegen Abseits aberkannt. Verwarnungen: 85. Rhyner (Foul).

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