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Juventus attackiert Verband heftig

Juventus Turin hat den italienischen Fussballverband (FIGC) wegen des Wettskandal-Prozesses harsch kritisiert. Es geht um eine Sperre von drei Monaten. Der Verband will eine deutlich längere Strafe.

«Diktatorisches System»: Juventus-Präsident Andrea Agnelli.
«Diktatorisches System»: Juventus-Präsident Andrea Agnelli.
AFP

Der italienische Rekordmeister Juventus kritisierte, dass das FIGC-Sportgericht den von seinem Trainer Antonio Conte und der Anklage vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt und eine höhere Strafe für den Coach gefordert hat. Juventus-Präsident Andrea Agnelli bezeichnete den Verband als «diktatorisches System». Diese Äusserung wies FIGC-Präsident Giancarlo Abete als «inakzeptabel» zurück, weshalb Agnelli nun mit einem Disziplinarverfahren rechnen muss.

Das Sportgericht hatte am Mittwoch eine Sperre von drei Monaten und 200'000 Euro Geldstrafe für Conte überraschend als «nicht angemessen» abgelehnt, wonach Conte auf einen zweiten Vergleichsantrag verzichtete. Daraufhin eröffnete die Kommission das Verfahren gegen ihn. FIGC-Chefankläger Stefano Palazzo fordert nun eine Sperre von 15 Monaten, weil Conte zwei mutmassliche Spielmanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem damaligen Klub AC Siena nicht angezeigt haben soll. Dem 43-Jährigen droht eine Mindeststrafe von sechs Monaten.

Insgesamt stehen 46 Spieler, Trainer und Club-Funktionäre sowie 13 Vereine vor Gericht. Der prominenteste Angeklagte ist Juventus-Star Leonardo Bonucci. Ob auch der Nationalspieler einen Vergleich anstrebt, ist derweil noch offen. Bonucci droht eine Sperre von mindestens drei Jahren, weil er während seiner Zeit in Bari an einer Ergebnisabsprache in einem Spiel gegen Udinese beteiligt gewesen sein soll.

si/sam

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