Keine Lust auf eine Zusatzschlaufe

Der FC Biel fertigt Lerchenfeld gleich mit 6:1 ab. Captain Labinot Sheholli hält die Seeländer mit drei Toren auf Aufstiegskurs.

Im Torrausch: Labinot Sheholli avanciert mit drei Treffern zum Matchwinner.

Im Torrausch: Labinot Sheholli avanciert mit drei Treffern zum Matchwinner.

(Bild: Max Füri)

Peter Berger@PeterBerger67

Das 2:3 vor einer Woche gegen Liestal war ein Ausrutscher, aber ein schmerzhafter. Mit der dritten Saisonniederlage schmolz der Vorsprung der Bieler auf die Baselländer auf zwei Punkte. «Das war eine unnötige Nieder­lage», hadert Kurt Baumann noch sieben Tage später. Der erfahrene Trainer weiss: «Wenn man den Aufstieg als Ziel hat, wird durch so etwas die Nervosität nicht kleiner.»

Nach dem Konkurs und dem Neuanfang in der 2. Liga regional vor zwei Jahren will der vormalige Vertreter der Challenge League so schnell wie möglich wieder nach oben. Der Durchmarsch von der 2. Liga regional und nun interregional in die 1. Liga ist Pflicht. «Niemand hat Lust auf eine Zusatzschlaufe in der 2. Liga», hält Baumann denn auch fest.

Doch in der Rückrunde tun sich die Favoriten schwerer, lassen vermehrt Punkte liegen. «Die Gegner haben sich auf uns eingestellt», begründet Labinot Sheholli. Der Captain ist zugleich ­Assistenztrainer. Der bald 30-Jährige kam 2007 für St. Gallen zu seinem einzigen Einsatz in der Super League und spielt nun seit Sommer 2016 wieder für Biel.

«Spielerisch sind wir den Gegnern überlegen, doch kämpferisch und läuferisch vermögen diese mitzuhalten», weiss Sheholli. So ist es auch gegen Lerchenfeld. Die Thuner gehen nach einem Freistoss von Rafael Bräm sogar in Führung. Doch noch vor der Pause wendet Sheholli mit einem Doppelpack die Partie. Nach der Pause gelingt ihm mit dem zehnten Tor im zwölften Spiel sogar das 4:1.

Die Lerchenfelder sind im zweiten Umgang überfordert. David Moser verhindert mit seinen Paraden ein «Stängeli». «Man hat einen Klassenunterschied gesehen», sagt der ehemalige Goalie des FC Thun. «Wir hätten den 1:0-Vorsprung länger halten sollen, aber letztlich müssen wir unsere Punkte nicht auswärts in Biel holen, denn die Seeländer gehören in die 1. Liga.»

Aufstieg will verdient sein

Die letzte Aussage betont auch Labinot Sheholli. Er verweist auf die vor drei Jahren eröffnete Tissot-Arena: «Mit der vorhandenen Infrastruktur gehört der FC Biel in die 1. Liga.» Der Stürmer fügt aber an: «Den Aufstieg müssen wir uns verdienen, das muss sich jeder bewusst sein.»

Dieser Meinung ist auch Trainer Kurt Baumann, deshalb treibt er seine Mannschaft bis zum Schluss an, bemängelt Fehler lautstark. Mit dem 6:1 gegen Lerchenfeld gelingt die Reaktion auf den Ausrutscher in Liestal eindrücklich. Aber noch bleiben vier Runden zu spielen. «Natürlich wäre es mit fünf Punkten Vorsprung einfacher», sagt Baumann, «aber wir befinden uns immer noch auf Kurs.»

Berner Zeitung

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