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Klinsmann ist bereits nicht mehr Hertha-Coach

Der 55-Jährige gibt seinen Rücktritt auf Facebook bekannt. Erst später bestätigt der Verein den Entscheid.

dpa
Das war es bereits mit Jürgen Klinsmann als Trainer von Hertha BSC.
Das war es bereits mit Jürgen Klinsmann als Trainer von Hertha BSC.
Andreas Gora/dpa, Keystone
Wenig später bestätigte die Hertha den Rückzug des Schwaben.
Wenig später bestätigte die Hertha den Rückzug des Schwaben.
AP Photo/Michael Sohn, Keystone
Knappe zweieinhalb Monate hielt es Klinsmann in Berlin als Trainer aus.
Knappe zweieinhalb Monate hielt es Klinsmann in Berlin als Trainer aus.
Reuters/Hannibal Hanschke
Er hatte mit Hertha BSC grosse Pläne. Ganz nach dem Motto des Vereins: «Die Zukunft gehört Berlin.»
Er hatte mit Hertha BSC grosse Pläne. Ganz nach dem Motto des Vereins: «Die Zukunft gehört Berlin.»
Hayoung Jeon
Klinsmanns Trainerkarriere begann bei der deutschen Nationalmannschaft. Diese führte er an der Heim-WM 2006 bis in den Halbfinal, der gegen Italien verloren ging.
Klinsmanns Trainerkarriere begann bei der deutschen Nationalmannschaft. Diese führte er an der Heim-WM 2006 bis in den Halbfinal, der gegen Italien verloren ging.
Frank Augstein
Rund zwei Jahre später übernahm Klinsmann das Ruder beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Titel gewann er allerdings keine.
Rund zwei Jahre später übernahm Klinsmann das Ruder beim deutschen Rekordmeister Bayern München. Titel gewann er allerdings keine.
Christof Stache
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Nach nur elf Wochen ist Jürgen Klinsmann völlig überraschend als Chefcoach des Fussball-Bundesligisten Hertha BSC zurückgetreten. Der ehemalige deutsche Nationaltrainer erklärte seinen Entschluss bei Facebook mit fehlendem Vertrauen beim Berliner Club.

«Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente», schrieb der 55-Jährige am Dienstag. «Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.» Nun wolle er sich auf seine Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückziehen.

Und der Verein wusste von nichts

Die Hertha war zunächst völlig überrascht. Die Medienabteilung hatte keine Kenntnis von Klinsmanns Entschluss. «Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen», sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. Zunächst werde Co-Trainer Alexander Nouri die Mannschaft betreuen.

Am 27. November hatte Klinsmann das Traineramt von Ante Covic übernommen. In seiner Zeit zeigte das Team im Abstiegskampf defensiv orientierten Fussball und stabilisierte sich zumindest. Im Cup-Achtelfinal scheiterten die Berliner vergangene Woche allerdings bei Schalke und verloren auch in der Liga nach schwacher Leistung 1:3 gegen Mainz.

«Wir waren in der relativ kurzen Zeit auf einem sehr guten Weg, haben auch dank der Unterstützung vieler Menschen trotz meist schwieriger Spiele inzwischen sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz», schrieb Klinsmann.

Den Klassenerhalt versprochen

Noch am Montagabend hatte er für sein Projekt bei der Hertha geworben und im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mindestens Platz 15, also den sicheren Klassenerhalt, am Saisonende versprochen. Am Samstag gastieren die Berliner beim Tabellenletzten Paderborn in einem wegweisenden Spiel für den Abstiegskampf. «Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hertha das Ziel schaffen wird», so Klinsmann weiter.

In der Winterpause hatte Hertha dank Geldgeber Lars Windhorst kräftig auf dem Transfermarkt investiert. Für Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek, Matheus Cunha und Lucas Tousart, der allerdings auf Leihbasis noch ein halbes Jahr bei Olympique Lyon bleibt, blätterte der Hauptstadt-Club fast 80 Millionen Euro hin. Es sollte auch eine Investition in das Klinsmann-Projekt sein, das nun abrupt beendet ist.

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