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Köniz trotz Transfercoups nur Zweiter

Nach Ablauf der Hinrunde in der interregionalen 2.Liga ist es an der Zeit, über das Abschneiden der drei Berner Teams Bilanz zu ziehen.

Der FC Köniz steht nach Ablauf der Hinrunde auf dem zweiten Tabellenplatz. Einzig das Team Vaud U-21, dessen Punktekonto vier Zähler mehr aufweist, steht Benno Pulvers Mannschaft vor der Sonne. Das Direktduell gegen die spielstarken Lausanner hatte Köniz verloren, und zwar gleich mit 0:6. Diese Niederlage bezogen die auf dem Transfermarkt überaus aktiven Könizer aber bereits am zweiten Spieltag; Pulvers Equipe ist seit nunmehr elf Spielen ungeschlagen. «Drei Spieler, die damals in Lausanne auf dem Platz standen, spielten heute von Anfang an», sagte Pulver nach dem 1:0-Sieg gegen La Sarraz vom letzten Samstag.

Die Mannschaft müsse sich erst noch finden. «Es ist ganz normal, dass sich ein Team mit derart vielen Neuverpflichtungen erst einspielen muss», sagt Pulver. Trotzdem habe man den Aufstieg noch längst nicht abgeschrieben: «Vier Punkte sind in einer halben Saison aufzuholen. Wir werden in der Rückrunde voll angreifen», verspricht Pulver selbstbewusst. Wenn man Spieler wie Carlos Varela und Gabriel Urdaneta in den eigenen Reihen hat, muss dies auch der Anspruch sein. «Wir wollen nun noch einen Stürmer verpflichten», verrät der Coach. Der momentan bei Düdingen engagierte Ermin Gigic, der das letzte Könizer Vorrundenspiel auf der Tribüne mitverfolgte, soll gemäss Pulver aber kein Thema sein.

Bümpliz schlägt sich durch

Bümpliz war im Verlauf der Hinrunde die einzige Mannschaft, der es vor Wochenfrist gelungen ist, das Team Vaud U-21 zu bezwingen (2:0). Nur eine Woche später setzte es dann aber gegen den Tabellenletzten aus Thierrens ein ebenso bitteres wie überraschendes 0:1 ab. «Diese Niederlage ärgert mich noch immer sehr. Mit einem Sieg gegen Thierrens hätten wir für die Rückrunde eine ideale Ausgangslage gehabt», bedauert Trainer Daniel Aebi. So aber befänden sich die Bümplizer nun im tabellarischen «Niemandsland». Aebi schliesst nicht aus, dass seine Spieler das Schlusslicht nach der «mit Abstand besten Saisonleistung» im Spiel gegen die Nachwuchsequipe Lausannes ein wenig unterschätzt haben könnte. Nichtsdestotrotz zieht Aebi nach der Vorrunde grundsätzlich eine positive Bilanz. «Aufgrund von Langzeitverletzungen mussten wir praktisch während der gesamten Hinrunde auf die Gebrüder Blank und andere Leistungsträger verzichten. Zeitweise standen mir acht Spieler nicht zur Disposition.» Auch die Abgänge der beiden Stürmer Patrick Walther (Grenchen) und Lukas von Känel (Bern) hätten eine Lücke hinterlassen.

«Ich bin froh, sind nun andere Spieler in die Bresche gesprungen. Das war aber auch bitter nötig», weiss Aebi. Einige Trainings habe er mit nur sieben oder acht Spielern absolvieren müssen. «Da fehlt dann natürlich der notwendige Konkurrenzkampf.» Wenn ein Spieler wisse, dass er mangels Alternativen am Wochenende sowieso gesetzt sei, sei die Motivation, in den Trainings an die Leistungsgrenze zu gehen, verhältnismässig gering. Aebis Fazit: «Wenn wir Thierrens geschlagen hätten, wäre ich mit der Vorrunde sehr zufrieden. So bin ich es nur bedingt. Im Grossen und Ganzen habe wir uns aber ganz ordentlich aus der Affäre gezogen», bilanziert Aebi.

Bern in Lauerstellung

Der FC Bern kann gemäss Trainer Adrian Eugster auf eine gelungene Hinrunde zurückblicken. Die Winterpause kommt für uns fast ein bisschen zu früh», sagt der ehemalige YB-Aussenverteidiger. Bern blieb zuletzt sechsmal in Folge ungeschlagen und gewann die letzten beiden Partien mit einem Torverhältnis von 9:1. Gegenwärtig stehen die Berner auf dem vierten Tabellenplatz. «Das ist eine realistische Klassierung. Vielleicht können wir uns in der Rückrunde mit Lerchenfeld um den dritten Platz duellieren, mehr liegt aber nicht drin. Das Team Vaud U-21 und Köniz haben nicht nur in Bezug auf das Spielermaterial ganz andere Möglichkeiten», weiss Eugster die Lage einzuschätzen.

Besondere Freude bereite ihm das Engagement seiner Mannschaft, seine Spieler seien enorm lernwillig und erfolgshungrig. Eugster legt grossen Wert auf die Detailpflege. «Wenn man viele kleine Sachen richtig macht, kann man dadurch im Endeffekt das ganze Spiel optimieren», ist er überzeugt. Eugster, seit einem halben Jahr in Bern, kann gut damit leben, dass der Erfolgsdruck bei den Bernern nicht ganz so gross ist wie beim FC Köniz.

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