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Köniz verliert erneut

Obwohl er ­während einer vollen Stunde in Überzahl spielen konnte, ­verliert der FC Köniz gegen Sion II mit 0:2 und rutscht auf den 6. Tabellenplatz ab.

Gescheitert: Christian Miani (links) bringt den Ball nicht an Sion-Torhüter Timothy Fayulu vorbei.
Gescheitert: Christian Miani (links) bringt den Ball nicht an Sion-Torhüter Timothy Fayulu vorbei.
Daniel Teuscher

Die Mannschaft von Trainer Bernard Pulver war nach der ärgerlichen Heimniederlage vor Wochenfrist gegen den FC Cham auf Wiedergutmachung aus. Dieser Plan erhielt nach dem frühen Platzverweis (29.) gegen den Sion-Akteur Ocakli nach zwei rüden Fouls innerhalb von nur vier Minuten zusätzliche Nahrung.

Wer nun jedoch glaubte, das Spiel werde zum Selbstläufer für die Könizer, wurde eines Besseren belehrt. Die Gastgeber wussten mit der Überzahl wenig anzufangen und taten sich gegen die sich taktisch clever verhaltenden Walliser extrem schwer. Da die Räume in der Mittelzone von den Gästen geschickt zugestellt waren, sahen sich die Pulver-Schützlinge dazu gezwungen, mit langen hohen Bällen zu operieren. Dieses Unterfangen erzeugte aber in den meisten Fällen wenig Wirkung.

Die Ausnahme bildete die 40. Minute, als ein Sion-Verteidiger einen hohen Ball falsch einschätzte und dieser beim zuvor blass gebliebenen Anto Franjic landete. Der Könizer Topskorer brachte jedoch das Kunststück fertig, das Leder aus rund sieben Metern völlig freistehend an die Latte statt ins Tor zu hämmern. «Ein Treffer unsererseits zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel ganz bestimmt in andere Bahnen gelenkt», erklärte Köniz-Trainer Pulver nach der Partie. So musste der Übungsleiter in der Pause bei unentschiedenem Spielstand zu seiner Equipe reden. Es galt neue Ideen zu finden.

Köniz ideenlos

An der Physiognomie des Spiels änderte sich allerdings auch nach dem Seitenwechsel nichts. Es waren sogar die in Unterzahl agierenden Walliser, welche die Gangart des Spiels immer mehr bestimmten und mit ihren schnell ausgeführten Kontern regelmässig für Panik in der Könizer Abwehr sorgten. Den Gästen kam auch entgegen, dass ein schnell vorgetragener Angriff in der 54. Minute zu einem streng gepfiffenen Handselfmeter führte. Sion nahm das Geschenk dankend an und erzielte den nicht unverdienten Führungstreffer. In der Folge versuchten die Gastgeber mit diversen Einwechslungen, dem Spiel neue Impulse zu verleihen – erfolglos.

Leite patzert

Mit einem schnörkellos vorgetragenen Vorstoss über die linke Angriffsseite gelang den Gästen durch Berkan Kutlu mit einer als Flanke gedachten Hereingabe schliesslich die Entscheidung. Der zuvor tadellos haltende Köniz-Hüter Christian Leite hinterliess bei dieser Aktion keinen besonders guten Eindruck. Mit der zweiten Heimniederlage innert Wochenfrist fällt der schwer enttäuschende FC Köniz vom vierten auf den sechsten Tabellenrang zurück.

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