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Kommentar: YB darf stolz sein – und steht jetzt in der Pflicht

Wer in einer derart prominent besetzten Gruppe 10 Punkte holt, darf sehr stolz und zufrieden sein.

Unverständnis: Raphael Nuzzolo und seine YB-Teamkollegen schieden gestern im Europacup trotz wieder sehr starker Darbietung aus.
Unverständnis: Raphael Nuzzolo und seine YB-Teamkollegen schieden gestern im Europacup trotz wieder sehr starker Darbietung aus.
ndreas Blatter
Moreno Costanzo versteht die Welt nicht mehr.
Moreno Costanzo versteht die Welt nicht mehr.
Andreas Blatter
Guus Hiddink hat gegen YB seine beste Elf auf den Platz geschickt. Samuel Eto'o (rechts) ist der bestbezahlte Stürmer der Welt
Guus Hiddink hat gegen YB seine beste Elf auf den Platz geschickt. Samuel Eto'o (rechts) ist der bestbezahlte Stürmer der Welt
Keystone
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Das Ausscheiden der Young Boys in der Europa League ist äusserst bitter. Aber wer nur aufgrund der Direktbegegnungen im Vergleich mit dem schwerreichen russischen Klub Anschi Machatschkala sowie dem ruhmreichen FC Liverpool ausscheidet, muss sich nicht schämen.

Ein Weiterkommen hat YB in den ersten zwei Partien, zu Hause gegen Liverpool (3:5) und in Moskau gegen Anschi (0:2), verspielt, als der Berner Verein zwar ebenfalls überzeugte, aber zu wenig abgeklärt agierte. Das Spektakel im Startspiel gegen Liverpool besitzt Symbolcharakter. YB hat nämlich von allen 48 Europa-League-Teams am zweitmeisten Tore (14) erzielt, aber auch am drittmeisten erhalten (13). In der Rückrunde wird François Affolter, zuletzt ohne Fortune leihweise bei Werder Bremen engagiert, wieder für YB verteidigen. Und wenn die Young Boys ihr grosses Potenzial im Frühling nicht nur in den europäischen Kürspielen, sondern endlich auch in der Super League ausreizen, liegt in der Liga eine Aufholjagd drin.

Der Traum von einem Duell mit Champions-League-Sieger Chelsea in den Sechzehntelfinals der Europa League jedoch ist seit gestern vorbei. Und bereits übermorgen wartet der Cupauftritt beim Challenge-League-Verein FC Wil. Die begabten YB-Spieler stehen unter Druck – und in der Pflicht, nicht nur auf grosser Bühne zu brillieren.

Es muss das YB-Ziel sein, wie zuletzt und 2010 auch nächste Saison im Europacup für Furore zu sorgen. Vor zwei Jahren übrigens genügten YB 9 Zähler zum Weiterkommen in der Europa League. Auch das unterstreicht, wie stark YB in einer viel besseren Gruppe zuletzt spielte. Und wie unglücklich das Scheitern ist.

Mail:fabian.ruch@bernerzeitung.ch

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