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Lerchenfeld bestraft Berns Passivität

Rückschlag für den FC Bern. In der 2. Liga Interregional verlor der Neufeld-Klub auswärts bei Lerchenfeld 1:2. Die Oberländer zeigten am Ende mehr Biss.

Kämpferisch: Bern-Spieler Antonino Montalbano versucht mit einem Tackling den Lerchenfelder Marco Ryter mit letztem Einsatz vom Ball zu trennen.
Kämpferisch: Bern-Spieler Antonino Montalbano versucht mit einem Tackling den Lerchenfelder Marco Ryter mit letztem Einsatz vom Ball zu trennen.
Markus Grunder

«Macht mehr Druck auf den Ball», schrie Bern-Goalie Remo Burri seinen Mitspielern zu. Etwas mehr als eine Stunde war in der 2.-Liga-Interregional-Begegnung zum Auftakt der Rückrunde zwischen dem FC Lerchenfeld und dem FC Bern gespielt, als der Torhüter seine Kollegen aufzurütteln versuchte.

1:1 stand es zu diesem Zeitpunkt nach je einem Tor unmittelbar nach der Halbzeit. Die Gäste aus der Hauptstadt taten sich gerade äusserst schwer, flüssige Ballstafetten zu konstruieren. Sie waren deutlich zu passiv, liefen in jener Phase dem Gegner, der kurz davor einen Platzverweis zu verkraften hatte, sogar hinterher. Dabei war der FC Bern vor allem in der ersten Halbzeit über weite Strecken die aktivere und etwas agilere Mannschaft gewesen.

Die Equipe von Trainer Giovanni Montalbano verstand es, dem Gegner die Räume zu verengen. Aus einer soliden Abwehr heraus führte der FCB die feinere Klinge, verpasste es aber auch, klare Torchancen zu erspielen. Einzig Nadir Conoci gelangte zu einer erwähnenswerten Szene, verpasste in der 22. Minute mit einem Lob aber die Führung.

Das Team scheint intakt

Auf dem Kunstrasen des FC Lerchenfeld war auf alle Fälle nichts zu sehen von einer allfälligen Verunsicherung im Team, die nach der Androhung eines Spielerstreiks, sollten ausstehende Spesen und Prämien bis Ende Monat nicht bezahlt werden, durchaus möglich gewesen wäre. «Die Mannschaft ist intakt», hatte Sportchef Sadat Latic vor der Begegnung betont.

Und zumindest kämpferisch und in puncto Einsatz überzeugten die Berner bis zum Schluss. Es fehlte jedoch an Glanzlichtern, aber auch an spielerischer Klasse. Stürmer Shkumbin Kastrati war für den Höhepunkt aus Sicht des FCB besorgt, als er Lerchenfelds Führung aus der 54. Minute fünf Minuten später ausglich. Der spielstarke Angreifer zeigte bei einem Volleyschuss seine ganze Technik, der Ball flog via Innenpfosten ins Tor.

Danach verpassten es die Berner nachzusetzen, sie verfielen in eine unerklärliche Passivität. Lerchenfeld nutzte die Gunst der Stunde, fing viele Bälle der Berner schon früh ab und lancierte immer wieder gefährliche Gegenstösse. Und so war es kein Zufall, dass die Einheimischen nach einem Energieanfall von Miroslav Panic und dessen Vorlage auf Sandro Eberhart (79.) sogar den Siegtreffer erzielten.

Bern vergab die Chance, mit einem guten Start in die Rückrunde ein Zeichen zu setzen. Es fehlte in der zweiten Halbzeit an Courage und Zielstrebigkeit. Sollten die Berner in Zukunft ähnlich passiv auftreten, dürfte es schwierig werden, die Zielsetzung von Sportchef Latic – «eine Top-3-Klassierung wäre toll» – zu erreichen.

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