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Luzern sichert sich EL-Quali, GC muss weiter zittern

GC muss weiter um die Europa League-Qualifikation zittern. Trotz Schützenhilfe des Stadtrivalen, verpasste man seine Chance gegen Thun.

Källström gegen Hediger. Die Partie GC gegen Thun war von Anfang an ein Kampf.
Källström gegen Hediger. Die Partie GC gegen Thun war von Anfang an ein Kampf.
Walter Bieri, Keystone
Beide Teams kamen zu einigen Chancen, trotzdem hielten die Gastgeber meist die Überhand.
Beide Teams kamen zu einigen Chancen, trotzdem hielten die Gastgeber meist die Überhand.
Walter Bieri, Keystone
Doch letztlich blieb es beim 0:0. GC muss also weiter um die Europa League-Qualifikation zittern.
Doch letztlich blieb es beim 0:0. GC muss also weiter um die Europa League-Qualifikation zittern.
Walter Bieri, Keystone
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Der Kampf um die Europa League-Quali hat einen ersten Sieger. Der FC Luzern qualifiziert sich dank einem Auswärtssieg bereits eine Runde vor Schluss definitiv. GC hingegen kam zu Hause gegen Thun nicht über ein 0:0 hinaus.

Gerne hätten sich Munas Dabbur und Shani Tarashaj, die offensiven Taktgeber der Grasshoppers, mit einem Schützenfest und vielen Goals vom Heimpublikum im Letzigrund verabschiedet. Daraus wurde aber nichts. Der FC Thun machte auch GC das Spielen schwer, blieb zum fünften Mal ungeschlagen und rettete zum vierten Mal in fünf Partien ein Unentschieden über die Zeit.

Starke Startphase von GC

Die besten Möglichkeiten boten sich den Zürchern früh. Dabbur schoss schon nach 30 Sekunden zum ersten Mal aufs Tor. In der 10. Minute hätte der Israeli das Führungstor erzielen müssen, statt einzuschieben, traf Dabbur aber den Ball nicht richtig. Und Hediger klärte auf der Linie. In der 37. Minute prallte eine abgefälschte Hereingabe von Tarashaj an den Aussenpfosten.

Chancenmangel in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit schlugen beide Teams ein gemächlicheres Tempo an. Thuns 23-jähriger Goalie Francesco Ruberto zeigte gegen Dabbur (57.) und Kim Källström (58.) zwei Glanzparaden, ausserdem verfehlte Florian Kamberi in der Schlussphase mit einem Weitschuss das Gehäuse knapp. Aufwand und Ertrag stimmten bei den Grasshoppers wie so oft in den letzten Wochen nicht überein: Nur Lugano (8 Punkte) holte in den letzten elf Runden weniger Punkte als die Grasshoppers (9).

Der stolze GCZ, der einzige Klub neben Basel, der in dieser Saison die Super-League-Tabelle angeführt hat (nach der 1. Runde), muss so weiter um die Europa League bangen. Die Grasshoppers bleiben einen Zähler vor Sion. Die Hoppers spielen am Mittwoch in Basel; Sitten gastiert in Luzern.

Luzern mit starker Leistung

Die Luzerner zeigten ihren Willen, die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation aus eigener Kraft sicherzustellen. Vom Anpfiff weg zeigten sie ein Furioso, das einen Pfostenschuss von Jakob Jantscher und das 1:0 durch einen Kopfball von Captain Tomislav Puljic auf eine präzise Flanke von Jahmir Hyka hervorbrachte.

Die St. Galler, mit 38 Punkten im Niemandsland der Tabelle angekommen, waren ihrerseits sichtlich bemüht, den treuen Fans nach der missratenen Saison noch etwas zu bieten. Sie fingen sich rasch vom Rückstand auf und kreierten schon bald gute Möglichkeiten von Stürmer Edgar Salli und Mittelfeldspieler Marco Aratore. Es war indes ein Strohfeuer.

Herzog trotz Gegentoren mit guter Partie

Trainer Joe Zinnbauer setzte seine Ankündigung um und gab dem Ersatztorhüter Marcel Herzog eine Einsatzchance anstelle der an sich unbestrittenen Nummer 1 Daniel Lopar. Trotz der Gegentore hätte Herzog seine Sache nicht viel besser machen können. Beim 0:2 kurz nach der Pause liess er einen Schuss des allein vor ihm auftauchenden Michael Frey nach vorne abprallen. Nur schon die Tatsache, dass er den Schuss aus kürzester Distanz zunächst abwehren konnte, war bemerkenswert. Den Abpraller versenkte der junge Frey, der für Luzern in der nächsten Saison ein Trumpf werden könnte, ohne jede Mühe. Acht Minuten später machte Marco Schneuwly mit seinem 15. Saisontor zum 3:0 alles klar.

Der Mannschaft und ihrem Trainer Markus Babbel ist es hoch anzurechnen, dass es der FCL nach dem desaströsen Start in die Rückrunde mit fünf Niederlagen in fünf Spielen so weit gebracht hat, dass die Teilnahme am Europacup schon eine Runde vor Schluss der Meisterschaft feststeht.

Grasshoppers - Thun 0:0

Stadion Letzigrund, 5000 Zuschauer. - SR Pache.Grasshoppers: Mall; Bauer, Pnishi, Bamert, Lüthi; Basic, Källström; Gjorgjev (77. Tabakovic), Tarashaj (73. Brahimi), Caio (61. Kamberi); Dabbur.Thun: Ruberto; Bigler, Sulmoni, Bürki, Glarner; Hediger, Siegfried; Zarate (78. Dzonlagic), Munsy (66. Buess), Ferreira; Rapp (56. Peyretti).Bemerkungen: Grasshoppers ohne , Thun ohne Schirinzi (gesperrt), Fairvre, Reinmann, Schindelholz, Wieser und Wittwer (alle verletzt). - 37. Pfostenschuss Tarashaj. - Verwarnungen: 13. Källström (Foul); 32. Hediger (Foul), 62. Ferreira (Foul), 73. Glarner (Foul).

St. Gallen - Luzern 1:4

AFG Arena, 14'149 Zuschauer. - SR Bieri. -Tore: 6. Puljic (Hyka) 0:1. 48. Frey (Marco Schneuwly) 0:2. 56. Marco Schneuwly (Kryeziu) 0:3. 65. Salli (Karadeniz) 1:3. 70. Jantscher (Weitschuss) 1:4.St. Gallen: Herzog; Hefti (73. Leitgeb), Wiss, Gelmi, Angha; Bunjaku (59. Karadeniz), Mutsch, Gaudino, Aratore (68. Lang); Aleksic, Salli.Luzern: Zibung; Christian Schneuwly, Affolter, Puljic, Thiesson; Haas (77. Fandrich), Kryeziu; Hyka, Frey (88. Schmid), Jantscher (83. Oliveira); Marco Schneuwly.Bemerkungen: St. Gallen ohne Hanin (gesperrt), Tafer und Thrier (beide rekonvaleszent). Luzern ohne Sarr (verletzt). Lattenschuss: 4. Jantscher. Verwarnungen: 50. Puljic (Foul), 53. Wiss (Foul), 53. Frey (Foul), 61. Affolter (Foul), 71. Karadeniz (Foul), 79. Gelmi (Foul), 86. Christian Schneuwly (Foul).

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