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FCZ souverän – Luzern zittert sich ins Viertelfinal

St. Gallen scheitert am Titelverteidiger FCZ. Luzern muss gegen Köniz lange zittern und siegt im Penaltyschiessen.

Der FCZ steht im Viertelfinal: Auch der Anschlusstreffer der St. Galler kurz vor Schluss kann das Ausscheiden der Ostschweizer nicht mehr verhindern.
Der FCZ steht im Viertelfinal: Auch der Anschlusstreffer der St. Galler kurz vor Schluss kann das Ausscheiden der Ostschweizer nicht mehr verhindern.
Walterl Bieri, Keystone
Frühe Führung: Oliver Buff profitiert nach 19 Minuten von einem Pfostenassist und schiesst den ersten Treffer der Partie. Kurz vor Schluss erhöht Marchesano auf 2:0.
Frühe Führung: Oliver Buff profitiert nach 19 Minuten von einem Pfostenassist und schiesst den ersten Treffer der Partie. Kurz vor Schluss erhöht Marchesano auf 2:0.
Walterl Bieri, Keystone
Überlegen: Luzern dominiert die Partie gegen Köniz lange kommt aber trotzdem nicht zum Erfolg. Massgeblichen Erfolg daran hat Ruiz im Tor der Gastgeber.
Überlegen: Luzern dominiert die Partie gegen Köniz lange kommt aber trotzdem nicht zum Erfolg. Massgeblichen Erfolg daran hat Ruiz im Tor der Gastgeber.
Marcel Bieri, Keystone
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Joe Zinnbauers Situation als Trainer des FC St. Gallen bleibt prekär. Das erhoffte und benötigte Erfolgserlebnis blieb auch im Cup aus. Das 1:2 gegen den FCZ war die dritte Niederlage in Folge. In Zürich, wo Oliver Buff nach einer guten Viertelstunde das 1:0 und Antonio Marchesano nach 82 Minuten das 2:0 markierten, waren die St. Galler vor allem eines: offensiv harmlos.

Dass von den St. Gallern in dieser Verfassung kein Champagner-Fussball zu erwarten ist, davon konnte man ausgehen. Dass sie gegen einen Gegner aus der Challenge eine Taktik spielen, die primär aufs Verhindern von Toren ausgerichtet ist, überraschte hingegen doch.

St. Gallen lange harmlos

Albjan Ajeti, die Sturmspitze, stand auf verlorenem Posten, der FCSG blieb bis zum Anschlusstreffer in der 89. Minute ohne richtige Torchance. In der 53. Minute zischte ein Freistoss von Danijel Aleksic weit neben dem Zürcher Tor vorbei, sechs Minuten später fing Andris Vanins einen Weitschuss von Marco Aratore ohne Mühe ab. Ansonsten: viel zu lange nichts. Erst kurz vor Ablauf der 90 Minuten keimte kurzzeitig Hoffnung, als Ajeti ein Zuspiel des vorgepreschten Marco Aratore einschieben konnte.

Zwar war das Team von Joe Zinnbauer defensiv etwas stabiler als zuletzt, undurchlässig war es aber auch für einen Unterklassigen nicht. Einmal führte eine Lücke zum 0:1, in der Schlussphase ein herrlicher Schlenzer Marchesanos zum 0:2. Beim 1:0 hatte Dzengis Cavusevic nach einem Einwurf im Strafraum plötzlich Platz, der Slowene schoss an den Pfosten, Buff reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller.

Luzern siegt im Penaltyschiessen

Köniz hatte in der letzten Saison im Cup die Grasshoppers eliminiert und vor etwas mehr als einem Monat mit Lausanne-Sport einen weiteren Verein aus der Super League geschlagen. Gegen Luzern stand der Aussenseiter aus dem Berner Vorort dicht vor der nächsten Überraschung. Dank einem späten Kopfballtor von Stürmer Mylord Kasai rettete sich Köniz zunächst in die Verlängerung (86.) und dort dank den Paraden von Torhüter Kelion Ruiz ins Penaltyschiessen. Am Ende scheiterte der Aussenseiter am letzten Schuss: Altin Osmani setzte den Ball rund zwei Meter über das Tor.

Verdienter Sieg

So kam der FC Luzern zu einem glückhaften, über den ganzen Abend gesehen aber verdienten Sieg. Der Favorit dominierte die Partie in den ersten 70 Minuten deutlich, führte durch einen sehenswerten Schlenzer von Markus Neumayr 1:0 (52.) und hätte danach eine frühere Entscheidung auch in der Verlängerung herbeiführen müssen. Marco Schneuwly (105.) und Jahmir Hyka (107.) scheiterten aber an Köniz-Keeper Ruiz, ehe Hyka auch noch den Pfosten traf (112.).

Für FCL-Trainer Markus Babbel ging damit ein mutiges Coaching auf. Der Deutsche wechselte seine Mannschaft vier Tage nach dem 3:0 gegen St. Gallen und drei Tage vor dem Auswärtsspiel in Lausanne auf sechs Positionen. Am Ende hatte er auch so, was er wollte: den Vorstoss unter die letzten acht.

Zürich - St. Gallen 2:1 (1:0)

7629 Zuschauer. - SR Bieri. Tore: 18. Buff (Cavusevic) 1:0. 82. Marchesano (Schönbächler) 2:0. 89. Ajeti (Aratore) 2:1.Zürich: Vanins; Brunner (46. Stettler), Alesevic, Kecojevic, Voser; Sarr, Kukeli; Winter (79. Schönbächler), Buff (60. Marchesano), Rodriguez; Cavusevic.St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Haggui, Gelmi, Schulz (79. Bunjaku); Wiss (67. Gaudino); Aratore, Toko, Aleksic, Wittwer (70. Tafer); Ajeti.Bemerkungen: Zürich ohne Nef (gesperrt), Bangura, Brecher, Sadiku, Yapi (verletzt), Favre und Kleiber (nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Chabbi, Cueto, Gouaida, Herzog, Lang und Leitgeb (nicht im Aufgebot). 18. Pfostenschuss Cavusevic (Buff verwertet den Abpraller). Verwarnungen: 19. Wiss (Foul). 24. Buff (Foul). 87. Cavusevic (Unsportlichkeit).

Köniz - Luzern 1:1 (1:1, 0:0) n.V. Luzern 5:4-Sieger im Penaltyschiessen

1500 Zuschauer. - SR Pache. Tore: 52. Neumayr (Hyka) 0:1. 86. Kasai 1:1. - Penaltyschiessen: Kryeziu 0:1. Schubert 1:1. Marco Schneuwly 1:2. Miani 2:2. Grether 2:3. Herensperger 3:3. Neumayr 3:4. Henzi 4:4. Christian Schneuwly 4:5. Osmani 4:5 (über das Tor).Luzern: Omlin; Grether, Costa (74. Knezevic), Affolter, Lustenberger; Rodriguez (78. Christian Schneuwly), Kryeziu, Neumayr, Hyka; Marco Schneuwly, Itten (98. Thiesson).Bemerkung: 112. Pfostenschuss von Hyka.

(SDA)

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