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Magath kämpft mit Kachelmanns Anwalt

Durch die Trennung von Schalke 04 entgehen Felix Magath 12 Millionen Euro. Um eine möglichst hohe Abfindung zu kassieren, hat sich der Trainer nun mit Kachelmann-Anwalt Ralf Höcker zusammengetan.

Felix Magath soll über sieben Millionen Euro ohne die Bewilligung des Aufsichtsrats ausgegeben haben.
Felix Magath soll über sieben Millionen Euro ohne die Bewilligung des Aufsichtsrats ausgegeben haben.
Keystone

Nach seiner Entlassung am Mittwochmorgen drehte Felix Magath wenige Stunden später den Spiess um und kündigte schriftlich. Dies, so berichtet die «Westdeutsche Allgemeine», war offenbar ein Winkelzug seines Anwalt Ralf Höcker. In Magaths Vertrag soll es nämlich eine Klausel geben, die ihm eine Millionensumme zusichert, sollte er nach einer Abberufung als Vorstand selbst kündigen. Der umtriebige Jurist Höcker, der als Verteidiger des Schweizer Wettermoderators Jörg Kachelmann Berühmtheit erlangte, hielt zudem fest, Magaths Abberufung als Vorstand sei «unberechtigt und unwirksam».

Schalke 04 hält dagegen. Magath sei nicht abberufen worden, vielmehr habe der Verein ihm aus gutem Grund fristlos gekündigt. «Wir haben Revisionen gemacht und festgestellt, dass die Dinge nicht so waren, wie man sie vorfinden müsste», teilte Präsident Clemens Tönnies mit. Nach «Bild»-Informationen hat Magath bei Spielertransfers und Prämienregelungen seine finanziellen Grenzen überschritten. Er soll über sieben Millionen Euro ohne die erforderliche Genehmigung des Aufsichtsrats ausgeschüttet haben.

Spieler beschwerten sich über Magaths verletzende Methoden

Der Anwalt des Fussball-Lehrers bestreitet dies. «Welche Regelverstösse Herr Magath begangen haben soll, darüber rätseln wir immer noch», so Ralf Höcker. Er spottet stattdessen genüsslich über die Informationspolitik des Fleischfabrikanten Tönnies: «Man sollte nicht glauben, dass ein Fussballverein anders funktioniert als ein Fleischzerlegebetrieb.»

Laut «Bild» haben sich Schalke-Captain Manuel Neuer und der Mannschaftsrat bei der Klubleitung mehrfach über Magaths verletzende Methoden beschwert. «Als ich den Trainer erstmals unter vier Augen darauf ansprach, rührte er nur in seinem Tee. Dann sagten mir die Spieler, es wird immer schlimmer. Wir hatten ein zweites Gespräch, eine ziemliche Auseinandersetzung», schildert Präsident Tönnies.

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