Muri-Gümligen steigt ab

Dramatik in der 2. Liga inter: Muri-Gümligen kassierte in der 88. Minute gegen Prishtina das 2:2-Ausgleichstor und steigt ab.

Prishtinas Zahiri und 2:2-Torschütze Mehmeti (r.) jubeln.

Prishtinas Zahiri und 2:2-Torschütze Mehmeti (r.) jubeln.

(Bild: Manuel Zingg)

Im letzten Spiel der Saison musste Muri-Gümligen das Direktduell gegen Prishtina gewinnen, um die Stadtberner noch auf einen Abstiegsplatz zu verdrängen. Vor der Pause dominierte allerdings Prishtina das Geschehen klar.

Dies vor allem dank des überragenden Kwabena Duah, der praktisch nicht zu halten war und nach einem Vorstoss auf der rechten Seite das 1:0 markierte. Nach der Pause reagierte der FC Muri-Gümligen. Die Gastgeber konnten bereits 3 Minuten nach Wiederanpfiff durch Joël Bürki ausgleichen.

Vorwärts ins Verderben

Dramatisch wurde das Spiel in der 79. Minute. Zuerst hatte Gümligens Daniele Battista das 2:1 auf dem Fuss, scheiterte aber an Torhüter Albano Gjokaj. Sekunden später pfiff der gute Schiedsrichter einen Penalty für die Einheimischen. Prishtina-Captain Pajtim Mazreku ärgerte sich dermassen lautstark, dass er vom Platz flog. Battista verwertete den Penalty in die rechte untere Torecke.

Statt nun hinten abzusichern, stürmten die zu diesem Zeitpunkt geretteten Einheimischen weiter nach vorne und wurden in der 88. Minute prompt von Dardan Mehmeti überlaufen. Das späte Tor mit einem Spieler weniger zum 2:2-Unentschieden rettete den Gästen den Klassenerhalt. Während beim Prishtina-Anhang der Jubel gross war, schüttelten die Gümliger nur noch ungläubig den Kopf.

«Gegentreffer in den Schlussminuten sind bei uns leider an der Tagesordnung», meinte Platzspeaker Bernhard Thomann. Trainer Riccardo Pileggi, der den FC Muri-Gümligen auch in der nächsten Saison führen wird, konnte es kaum fassen: «Statt das Spiel konzentriert über die letzten beiden Minuten zu bringen, wurde nicht auf mich gehört, sondern etwas experimentiert.»

Wiederaufstieg anstreben

Pileggi, der acht Jahre als Profi gespielt hatte – bei YB, in England, Italien und beim FC Biel –, will nun den sofortigen Wiederaufstieg realisieren: «Torhüter Remo Burri wird uns verlassen und durch David Moser von Lerchenfeld ersetzt. Mehrere Spieler kommen für Positionen im Mittelfeld und Angriff. Die Verträge sind jedoch noch nicht unterzeichnet.»

Ärger und Freude

Prishtina-Trainer Antal Laidani, der den Verein verlassen und eine einjährige Pause einschalten wird, meinte: «Bis zur Pause haben wir stark gekämpft und das Spiel dominiert. Dann hatten wir Probleme und mussten das System umstellen.

Den Penaltyentscheid verstehe ich immer noch nicht.» Am Ende war beim Coach aber die Freude über den Liga­erhalt grösser als der Ärger über den Schiedsrichter.

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