Nach der Ruhephase ist vor der Feuerwehr

89 Minuten dauert es, bis YB-Goalie David von Ballmoos am Samstagabend doch noch bei einem ernsthaften Abschluss der harmlosen Grasshoppers eingreifen muss.

Diesmal ein Ausflug nach Zürich ohne Zwischenfälle: YB-Goalie David von Ballmoos.

Diesmal ein Ausflug nach Zürich ohne Zwischenfälle: YB-Goalie David von Ballmoos.

(Bild: freshfocus)

YB-Goalie David von Ballmoos pariert den Schuss des eingewechselten Nikola Sukacev mühelos und blickt kurz darauf auf seinen geruhsamen Abend zurück: «Die Jungs vor mir haben sich Mühe gegeben, damit mir heute hier nichts passiert.»

Genau zwei Wochen vorher musste der YB-Goalie beim spektakulären 3:3 gegen Zürich im gleichen Stadion verletzt ausgewechselt werden, nachdem sein Kopf mit jenem von FCZ-Verteidiger Andreas Maxsö fürchterlich zusammengeprallt war. Von Ballmoos erlitt eine Hirnerschütterung sowie einen Nasenbeinbruch, sein Gesicht sah schlimm aus. Doch der 23-Jährige hat sich schnell erholt. Er verpasste nur drei Spiele, gegen Valencia (1:1), Luzern (3:2) sowie in Nyon (1:0), und nun ist er bereit für den Auftritt am Mittwoch in Valencia. «Spiele in der Champions League sind das Grösste für jeden Fussballer», sagt er.

Endlich wieder zu null

David von Ballmoos erlebt einen aufregenden Herbst. Kürzlich weilte er erstmals ein paar Tage im Schweizer Nationalteam, ­dafür verzichtete er auch gerne auf einen geplanten Kurztrip mit seiner Freundin nach Mailand. «Es war schön, da reinzuschnuppern», sagt er, «und nun weiss ich, was mir noch fehlt, um regelmässig dabei sein zu können.» In erster Linie Erfahrung, aber eben auch mehr grosse Spiele, zum Beispiel mit YB in der Champions League, irgendwann vermutlich in einer Topliga. «Ich kann und will noch viel lernen und mich überall verbessern», sagt von Ballmoos.

In Valencia wird der Emmentaler übermorgen vermutlich deutlich mehr zu tun haben als am Samstag gegen GC. «Die ­werden kommen wie die Feuerwehr», sagt der Torhüter, «und die haben richtig viel Qualität, selbst wenn ihre Resultate in dieser Saison nicht besonders gut sind.» Im Gegensatz zu jenen der Young Boys, die in der Super League weiter auf Erfolgskurs sind. «Wir haben einen Lauf, sind selbstbewusst und treten souverän auf. Heute war es besonders wichtig, in der Liga endlich wieder zu null zu spielen», sagt von Ballmoos. Und dann gelingt ihm noch ein hübscher Satz: «Denn immer werden wir nicht drei Tore schiessen.» In 13 Partien war das nur viermal nicht der Fall – da traf YB zweimal. (fdr)

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