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Netzer: «Maradona hat sein Leben nie in den Griff bekommen»

Heute feiert Diego Maradona seinen 50. Geburtstag. Günter Netzer (66) würdigt den Jubilar für Redaktion Tamedia mit anerkennenden, aber auch kritischen Worten.

22. Juni 1986: Maradona trifft im WM-Viertelfinal gegen England mit der Hand zur Führung für Argentinien. Nach dem Spiel sagt er, die Hand Gottes sei ihm zu Hilfe gekommen. Eine Legende ist geboren.
22. Juni 1986: Maradona trifft im WM-Viertelfinal gegen England mit der Hand zur Führung für Argentinien. Nach dem Spiel sagt er, die Hand Gottes sei ihm zu Hilfe gekommen. Eine Legende ist geboren.
Keystone
29. Juni 1986: Nach dem 3:2-Sieg über Deutschland im WM-Final lässt sich Maradona im Azteken-Stadion von Mexico City feiern.
29. Juni 1986: Nach dem 3:2-Sieg über Deutschland im WM-Final lässt sich Maradona im Azteken-Stadion von Mexico City feiern.
Keystone
30. Juni 1994: Nach einem positiven Dopingtest an der WM in den USA steht Maradona im Fokus der Presse.
30. Juni 1994: Nach einem positiven Dopingtest an der WM in den USA steht Maradona im Fokus der Presse.
Keystone
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«Rein fussballerisch ist Maradona wahrscheinlich der Beste aller Zeiten. Das muss ich anerkennen, obwohl ich ihm gegenüber kritisch eingestellt bin», sagt Günter Netzer, der mit Deutschland 1972 die EM und 1974 die WM gewann. «Als Gesamtkunstwerk ist aber Pelé die Ikone des Weltfussballs. Er hat seine Fussballkunst mit seinem Lebensstil vereinbart. Maradona hat sein Leben dagegen nie in den Griff bekommen. Er sorgte regelmässig für Skandale, als Spieler wie als Trainer. Seiner Vorbildfunktion konnte er nie gerecht werden. Ein Fussballgott ist er nur in seiner Heimat. Die Argentinier haben ihm seine Eskapaden immer wieder verziehen.»

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