Neymar 100 Minuten lang von der Polizei verhört

Verstiess der Fussballer mit der Veröffentlichung von Chat-Nachrichten mit dem mutmasslichen Vergewaltigungsopfer gegen das Recht auf Privatsphäre?

Gestern aufgetauchtes Video: Najila Trindade Mendes de Souza wird handgreiflich gegenüber Neymar. (Video: Twitter/Brazil Football)

Kein Tag ohne neue Einzelheiten im Fall um Neymar und sein mutmassliches Vergewaltigungsopfer, das brasilianische Model Najila Trindade Mendes de Souza. Gestern wurde ein skurriles Video (oben) aus einem Pariser Hotelzimmer publik, das Neymar entlasten soll: Die Frau wird ihm gegenüber handgreiflich.

Und heute? Wegen der Veröffentlichung privater Textnachrichten und Fotos des Models – und nicht etwa wegen der mutmasslichen Vergewaltigung selbst – hat Neymar eine Aussage bei der Polizei gemacht. Er wurde am Donnerstag etwa eine Stunde und 40 Minuten auf einer Wache in Rio de Janeiro vernommen, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Freundschaftliche Nachrichten nach der Tat?

Neymar hatte den Chatverlauf bei Instagram veröffentlicht, nachdem die Frau Strafanzeige wegen Vergewaltigung gegen ihn gestellt hatte. Die Nachrichten sollten zeigen, dass die Frau auch noch nach der angeblichen Tat freundschaftliche Nachrichten mit ihm austauschte. Mit der Veröffentlichung könnte Neymar allerdings gegen das Recht auf Privatsphäre verstossen haben.

Die junge Frau wirft Neymar vor, sie Mitte Mai in Paris in angetrunkenem Zustand und «mit Anwendung von Gewalt» zum Sex gezwungen zu haben. Nach Angaben ihrer früheren Anwälte sprach sie zunächst von einem Angriff, stellte dann aber mit Hilfe eines anderen Anwalts Strafanzeige wegen Vergewaltigung. Neymar weist die Vorwürfe zurück.

Auch sportlich läuft es nicht rund für Neymar. Während der Vorbereitung für die Copa América erlitt er einen Bänderriss. Auf Instagram postete er ein Bild seines stark geschwollenen Knöchels und schrieb dazu: «Die Ruhe nach dem Sturm.»

Neymars geschwollener Fuss. Screenshot: Instagram.

dpa/red

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