Neymar manövriert sich selbst ins Abseits

Neymar ist ein begnadeter Fussballer. Der 27-jährige Brasilianer fällt seit einem Jahr aber mehr neben als auf dem Platz auf.

Neymar schlägt einen Fan. (Video: Twitter)

27. April 2019: Neymar steht mit PSG im französischen Cupfinal gegen Stade Rennes. Der Favorit verliert gegen den Aussenseiter nach Penaltyschiessen. Kein zweiter Titel in dieser Saison für Paris Saint-Germain. Neymar liegt die Verliererrolle nicht. Beim Gang auf die Tribüne, um die Medaille als Finalist abzuholen, verliert der Brasilianer die Nerven. Neymar schlägt einen gegnerischen Fan, der ihn beleidigt hat. Es droht ihm eine Sperre.

21. April 2019: Neymar kehrt nach seinem Mittelfussbruch auf den Platz zurück. Er darf für Paris Saint-Germain im Spiel gegen Monaco die zweite Halbzeit bestreiten. Bereits vor Anpfiff der Abendpartie stand fest, dass PSG Meister ist, weil am Nachmittag Verfolger Lille gegen Toulouse patzte. Neymar geniesst den Moment, feiert mit seinen Teamkollegen den Titel. Alles schön. Alles wunderbar.

Frust über den Schiedsrichter

6. März 2019: Neymar muss mit seinem Mittelfussbruch auf der Tribüne zuschauen, wie sein Team zum dritten Mal hintereinander im Achtelfinal der Champions League scheitert. Nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel verliert die Startruppe aus der französischen Hauptstadt das Rückspiel gegen Manchester United 1:3. zu viel für Neymar. Der Brasilianer kritisiert auf Instagram die Schiedsrichterleistung. Die Uefa sperrt Neymar für die ersten drei Champions-League-Spiele der nächsten Saison.

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17. Juni 2018: Erster WM-Einsatz für Neymar mit der Seleção gegen die Schweiz. Der Superstar wird von Valon Behrami beinahe auf Schritt und Tritt verfolgt. Er kann sich nicht entfalten und simuliert nach Zweikämpfen am Boden liegend den sterbenden Schwan. Neymar schafft sich mit seinen Einlagen keine Freunde und wird nach der Partie, die 1:1 endet, im Netz verspottet.

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Sonderrechte sorgen für Ärger

4. August 2017: PSG liess sich im Sommer 2017 Neymars Transfer nicht nur 222 Millionen Euro kosten. Der Verein stattete den Superstar auch mit einigen Sonderrechten aus: Neymar darf im Training auf Defensivarbeit verzichten. Neymar darf während Clubreisen ohne Sponsorenvorschriften auskommen. Neymar darf die Dienste von zwei eigenen Physiotherapeuten nutzen. Neymars Mitspieler sind ob diesen Extrawürsten nicht erfreut.

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Wo landet Neymar?

Zurück in die Gegenwart. Das Gerücht, dass Neymar bei Paris Saint-Germain nicht glücklich ist, macht immer wieder die Runde. Zuletzt wurde oft über eine Rückkehr zu Barcelona diskutiert. Dieses Thema ist aber vom Tisch. Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu sagte im Frühling 2019 in einem Interview mit dem spanischen Fernsehsender TVE, dass der Verein nicht an Neymar interessiert sei.

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Gleiches gilt wohl für diverse andere Grossclubs, die sich Neymar, dessen Vertrag bei PSG noch bis Ende Juni 2022 läuft, finanziell überhaupt leisten könnten. Bei Manchester City wäre man an der Art Neymars ebenso wenig erfreut wie bei Chelsea, Manchester United, Real Madrid, Juventus Turin oder Bayern München, um nur einige Vereine zu nennen.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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