Zum Hauptinhalt springen

Nicht aufgeben

Der FC Dürrenast hat in der 2. Liga regional im Abstiegskampf gegen den Tabellenletzten Wyler 2:4 verloren. Zwei Runden vor Saisonende wird die Luft langsam dünn für den FCD.

Der Einsatz stimmte beim FC Dürrenast: Simon Hofer (rechts) erkämpft sich im Abstiegsduell gegen Wylers Tiago Da Silva den Ball.
Der Einsatz stimmte beim FC Dürrenast: Simon Hofer (rechts) erkämpft sich im Abstiegsduell gegen Wylers Tiago Da Silva den Ball.
Manuel Zingg

«Hopp Dürre, Hopp Dürre. Nicht aufgeben, weiterkämpfen!» Zumindest das Ehepaar, welches ­sogar eine Fahne in den Dürren­ast-Farben Blau, Weiss und Gelb am Spielfeldrand des Sportparks Wyler im Stadtberner Nordquartier aufgehängt hatte, glaubte auch gegen Ende der Partie noch an seinen FC Dürrenast. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Thuner im ultimativen Abstiegsduell der 2. Liga regional auswärts beim Tabellenletzten FC Wyler 2:3 im Rückstand.

Guter Start des FCD

Dabei hatte alles positiv begonnen für die Akteure der Oberländer: Sie korrigierten einen frühen Gegentreffer (6.) durch einen schnellen Doppelschlag mit zwei schön herausgespielten Toren durch Buletin Amza (13.) und ­Fabio Abbühl (15.) in der ersten Halbzeit postwendend. Danach spielten sie gut, generierten eine Fülle an Chancen, verzeichneten dabei auch Pfostenschüsse.

Sie hatten eigentlich alles im Griff – bis Defensivspieler Flavio Amacher mit einem völlig unnötigen Foul kurz vor der Pause Wyler einen Penalty und somit auch den 2:2-Ausgleich schenkte. Und weil die Stadtberner unmittelbar nach der Halbzeit nach einem wunderbaren Weitschuss sogar in Führung gingen, rannte Dürrenast einem Rückstand nach.

«Hopp Dürre, Hopp Dürre. Nicht aufgeben, weiterkämpfen.» Die Supporter des FCD hatten ein gutes Gespür, dass die Akteure auf dem Spielfeld Unterstützung benötigten. Dürrenast kämpfte zwar mit viel Herzblut und vorbildlichem Einsatz und versuchte sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

Doch es blieb nur beim Versuch. Richtig gute Chancen konnten sich die Thuner kaum noch herausspielen, was mit der fehlenden Qualität im Spielaufbau zu tun hatte.

Nun sind Punkte Pflicht

Immer wieder versprang der Ball trotz des topfebenen Kunstrasens, oder es fehlte die Genauigkeit beim finalen Pass in die Sturmspitze. Und so gelang Wyler kurz vor Schluss sogar das 4:2, was die Niederlage für Dürrenast besiegelte.

Trainer Stephan Jaussi stand die Enttäuschung nach Spielschluss ins Gesicht geschrieben, im Gespräch mit einem Ersatzspieler murmelte er mit finsterer Miene davon, «dass wir es in der ersten Halbzeit verpasst haben, die Tore nach den vielen Chancen zu schiessen».

Der zum Saisonende scheidende Jaussi wusste, dass beim Tabellenletzten Wyler eine Chance verpasst wurde, einerseits Punkte zu gewinnen und andererseits das Selbstvertrauen zu stärken.

Langsam, aber sicher wird es eng für Dürrenast. In den letzten zwei Spielen (auswärts in Bümpliz, zu Hause gegen Spiez) sind Punkte Pflicht. Ansonsten droht der Abstieg in die 3. Liga für das einstige Berner Oberländer Aushängeschild.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch