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Razzia bei Tschagajews Firmen

Die Genfer Staatsanwaltschaft liess am Montag die Firmen von Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew durchsuchen und beschlagnahmte Dokumente.

Nun ermittelt die Genfer Staatsanwaltschaft gegen den Besitzer von Xamax: Bulat Tschagajew.
Nun ermittelt die Genfer Staatsanwaltschaft gegen den Besitzer von Xamax: Bulat Tschagajew.
Keystone

Die Genfer Behörden reagierten am Montag auf die Enthüllungen von Westschweizer Medien, dass die Bescheinigung der «Bank of America», welches das 35-Millionen-Dollar-Vermögen Tschagajews ausweisen soll, gefälscht sein soll. Wie «Le Matin» berichtet, haben die beiden Staatsanwälte Jean-Bernard Schmid und Yves Bertossa die Räumlichkeiten der Firmen von Bulat Tschagajew durchsuchen lassen. Schmid sagte zum Durchsuchungsbefehl: «Wir haben einige Dokumente beschlagnahmt.» Mehr wollten die Behörden nicht preisgeben. Die betroffenen Firmen und Bulat Tschagajew nahmen keine Stellung.

Gemäss einem Bericht im «Le Matin» wird auch der Neuenburger Staatsanwalt Pierre Aubert aktiv. «Sollte die Bank of America uns bestätigen, dass es sich um eine Fälschung handelt, werden die Untersuchungen auf die Aktiengesellschaft von Xamax ausgedehnt», erklärte Aubert gegenüber der Westschweizer Tageszeitung. Es ist damit zu rechnen, dass gegen Tschagajew in Kürze eine Strafuntersuchung eingeleitet wird. Gemäss gut unterrichteten Kreisen soll auch die amerikanische Bank eine Klage gegen den Tschetschenen vorbereiten.

Der am 2. November abgelehnte Antrag auf Konkurs wurde laut dem Neuenburger Gericht aber nicht durch das Dokument der «Bank of America» beeinflusst. Ausschlaggebend seien dort vor allem die 1,3 Millionen Franken auf dem Bankkonto des Klubs gewesen. Weiteres Ungemach kommt für die Xamax-Verantwortlichen dagegen von Seiten der Neuenburger Sicherheitsfirma AGS. Beim Zivilgericht will AGS von Xamax 700'000 Franken einfordern, wegen Vertragsbruchs. Der im Sommer gekündigte Vertrag wäre eigentlich noch bis 2013 weitergelaufen.

si/ot

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