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Real-Trainer droht Ronaldo mit Ersatzbank

Nach dem enttäuschenden 1:1 im Derby findet Rafael Benítez deutliche Worte für seine Stars.

Setzt Rafael Benítez seinen Superstar bei weiteren torlosen Spielen tatsächlich auf die Ersatzbank?
Setzt Rafael Benítez seinen Superstar bei weiteren torlosen Spielen tatsächlich auf die Ersatzbank?
Reuters

Trotz Überlegenheit in der ersten Halbzeit musste Real Madrid im Estadio Vicente Calderón gegen Atlético am Schluss froh sein, überhaupt einen Punkt mitnehmen zu dürfen. Zu passiv agierten die «Königlichen» nach dem Seitenwechsel. Viel kritisiert wurde die Massnahme von Trainer Rafael Benítez, den formstarken Torschützen Karim Benzema durch Mittelfeldspieler Mateo Kovacic zu ersetzen. Entnervt stapfte der wiederholt ausgewechselte Franzose auf die Ersatzbank, um hinterher zu sagen: «Wir spielten im zweiten Durchgang viel zu defensiv, so haben wir nun halt Mühe.» Ein Affront an seinen Coach.

Dieser nahm die Kritik von seinem Schützling gelassen: «Als Spieler wäre ich auch sauer, wenn ich ausgewechselt werden würde. Aber alles, was ihm übrig bleibt, ist, mehr Tore zu schiessen, damit ich ihn nicht mehr rausnehmen kann.» Und noch im selben Atemzug erklärte der Spanier, dass er Benzema für einen der besten Stürmer der Welt halte.

Sechs Ligaspiele torlos

Als Gewinner des goldenen Balles sieht er jedoch seinen Superstar Cristiano Ronaldo. «Sein Vorteil gegenüber dem Rest ist, dass er jede Saison über 50 Tore schiesst.» In Spanien wurde der Portugiese zuletzt leicht kritisiert. Zwar hat er bereits fünf Ligatreffer erzielt, diese jedoch alle im selben Spiel. Die restlichen sechs Partien blieb er «trocken», wie es auf der iberischen Halbinsel heisst.

Deshalb sah sich Benítez mit der Frage konfrontiert, ob er sich nicht traue, «CR7» vom Feld zu nehmen. «Ich hätte weder Angst noch ein Problem damit, ihn auf die Bank zu setzen», sagte der 55-Jährige, schob jedoch rasch nach: «Solange er jederzeit für ein Tor gut ist, wird das aber nicht nötig sein.»

Immer wieder berichten spanische Medien von Ronaldos Unzufriedenheit mit seinem neuen Trainer. Es bleibt abzuwarten, ob dieser angebliche Unmut noch grösser wird, sollte die ungewohnte Anzahl an torlosen Ligaspielen weiter steigen.

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