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Salatic bricht sein Schweigen

Er hatte lange nichts gesagt. Gestern redete Veroljub Salatic in einer TV-Sendung über seine zwischenzeitliche Suspendierung bei GC.

GC-Trainer Michael Skibbe und der begnadigte Vero Salatic bilden zurzeit eine Zweckgemeinschaft, ...
GC-Trainer Michael Skibbe und der begnadigte Vero Salatic bilden zurzeit eine Zweckgemeinschaft, ...
Keystone
...die offenbar ganz gut funktioniert. Nach dem 3:0-Sieg gegen St. Gallen umarmen sich Michael Skibbe und Vero Salatic.
...die offenbar ganz gut funktioniert. Nach dem 3:0-Sieg gegen St. Gallen umarmen sich Michael Skibbe und Vero Salatic.
Keystone
Aber wird das Strahlen von Michael Skibbe und Vero Salatic jemals wieder so spontan und ehrlich sein wie einst?
Aber wird das Strahlen von Michael Skibbe und Vero Salatic jemals wieder so spontan und ehrlich sein wie einst?
Keystone
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Der Auftritt von Veroljub Salatic im Fussball-Talk «Brack.ch Fussball Arena» von TeleZüri brachte ein wenig Licht ins Dunkel. Salatic erklärte, er habe nur seinen vertraglich festgehaltenen Auftrag erfüllt und Michael Skibbe stets mitgeteilt, wie die Stimmung im Team sei, wie die Mannschaft «atmet» (Salatic). Streit mit dem Trainer habe es nie gegeben, er selbst habe auch nie auf ungebührliche Weise Einfluss auf Taktik oder Personalentscheide zu nehmen versucht, sondern allein «Inputs» gegeben mit einem Ziel: Erfolg zu haben mit GC.

Zum Bruch kam es Mitte August, als GC nach einem 0:4 in Bern gegen YB am Ranglistenende stand. Es sei für ihn ab diesem Moment nicht mehr möglich gewesen «wegzuschauen», sagte Salatic. Wegzuschauen wovon? Das erfuhr der Zuschauer nicht. Salatic sagte noch, dass er es nicht dulden könne, wenn GC eine Wohlfühloase sei. Und er wurde nur konkret, als es darum ging, die Vorwürfe gegen ihn zu entkräften. Er habe nie Stunk gegen Skibbe gemacht und nie gesagt, dass Skibbe lasch arbeite oder zu spät komme. Er habe nie Fans eingespannt, um Skibbe zu destabilisieren, das hätten auch die Direktbeteiligten bestätigt. Und nie habe er Assistenztrainer Kern «Verräter» genannt – und auch diese Aussage werde von den damals in der Kabine anwesenden Spielern gestützt.

Weshalb er suspendiert wurde, kann sich Salatic nicht erklären. Den Entscheid hatte ihm der damalige (und mittlerweile zurückgetretene) Verwaltungsrat Martin Keller per SMS mitgeteilt. Eine Begründung habe er nie erhalten, stattdessen habe der Verwaltungsrat von ihm eine Entschuldigung verlangt. Salatic sagt aber: «Es gab nichts zu entschuldigen.» Rund drei Monate lang verzichten die Grasshoppers in Wettbewerbsspielen auf Salatic. Weshalb sich der Spieler entschied, sich den Weg in den Trainingsbetrieb auf gerichtlichem Weg zu erstreiten, erklärte er nicht. Das Verhältnis zu Skibbe findet Salatic nach seiner Rückkehr ins Team «professionell». Sie würden sich grüssen, aber nicht mehr gross miteinander reden.

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