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Schnappt sich der Hamburger SV auch Shaqiri und Sommer?

Wenn es nach den HSV-Fans geht, bleibt Trainer Thorsten Fink nicht der einzige Basler, der nach Hamburg kommt.

Xherdan Shaqiri reifte unter Thorsten Fink erst zur Stammkraft beim FCB und dann zum Leistungsträger im Nationalteam.
Xherdan Shaqiri reifte unter Thorsten Fink erst zur Stammkraft beim FCB und dann zum Leistungsträger im Nationalteam.
Keystone
Auch Yann Sommer hat es zum Mitglied des Nationalkaders gebracht. Ein Transfer in die Bundesliga wäre ein weiterer grosser Schritt in der Karriere des talentierten Torhüters.
Auch Yann Sommer hat es zum Mitglied des Nationalkaders gebracht. Ein Transfer in die Bundesliga wäre ein weiterer grosser Schritt in der Karriere des talentierten Torhüters.
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Granit Xhaka ist der letzte Spieler, der unter Fink eine grossartige Entwicklung gemacht hat.
Granit Xhaka ist der letzte Spieler, der unter Fink eine grossartige Entwicklung gemacht hat.
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Thorsten Fink sei ein guter Trainer für den Hamburger SV, weil er es verstehe, eine neue Mannschaft aufzubauen und junge Spieler in diese einzubinden. Das ist der Tenor der HSV-Anhänger nach der Verpflichtung des früheren Bayern-Profis, der mit dem FCB 2010 das Double und 2011 den Meistertitel holte. Die User im Forum der «Hamburger Morgenpost» würden aber gerne noch weitere Basler in der Hansestadt sehen. «Kann Fink nicht gleich Xherdan Shaqiri mitbringen?», fragt einer. «Der FC Basel hätte einen jungen, sehr talentierten Torwart. Den sollte er gleich mitnehmen», schreibt ein anderer mit Blick auf Yann Sommer.

Der HSV hat ein Goalieproblem

Dass ein Trainer nach dem Wechsel in die Bundesliga Spieler aus der Super League nachzieht, ist nichts Ungewöhnliches. Lucien Favre lotste nach seinem Abschied vom FCZ Steve von Bergen und Raffael zu Hertha BSC, dazu sicherte er sich auch noch die Dienste des damaligen Luzerners Fabian Lustenberger. Shaqiri, der Fink viel verdankt und viel vom Deutschen hält, war beim HSV überdies schon lange vor dem Trainer ein viel diskutiertes Thema. Und auf der Torhüterposition besteht beim HSV Handlungsbedarf: Jaroslav Drobny ist bei den Fans alles andere als beliebt und weist von allen Bundesliga-Torhütern im angesehenen Fachmagazin «Kicker» den mit Abstand schlechtesten Notenschnitt auf. Der frühere HSV-Keeper Frank Rost, der zurzeit bei Red Bull New York engagiert ist, schloss eine Rückkehr als Notnagel zuletzt aus.

Kritik am überstürzten Abschied aus Basel

Thorsten Fink muss in Hamburg derweil auch eine gewisse Skepsis ausräumen, allerdings keine, die seine fachliche Eignung betrifft. «Es wird extrem lustig, zu sehen, wie man mit so einem vertragstreuen Trainer langfristig planen kann», schreibt ein «Morgenpost»-Leser. «Als Trainer war er super, aber als Mensch hinterlässt er den Eindruck eines Charakterlumpen. Verträge sind einzuhalten», ereifert sich ein FCB-Sympathisant. Dieses Votum bleibt jedoch nicht unkommentiert. Das Wort «Charakterlump» sei vollkommen unangebracht, da sich Fink alles andere als stillos aus Basel verabschiedet habe.

Mit Fink steht und fällt auch Sportdirektor Arnesen

Tatsächlich kann man es dem 43-Jährigen wohl nicht verdenken, dass er die Hamburger Herausforderung angenommen hat, zumal er sich bis zuletzt voll für den FCB einsetzte. Dies belegt unter anderem der glänzende Auftritt der Mannschaft beim 3:3 in der Champions League gegen Manchester United. In Hamburg wird man nicht umhinkommen, Fink im Winter den einen oder anderen Transferwunsch zu erfüllen. Das Schicksal von Sportdirektor Frank Arnesen ist eng mit dem des neuen Cheftrainers verknüpft. Arnesen weiss, dass ein Scheitern Finks auch ihn den Job kosten dürfte.

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