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Schweizer Sportfernsehen stellt Betrieb ein

Es ist das Alternativprogramm zu SRF in Sachen Sport, wenn auch oft in Nischen zu Hause. Nun ging dem Schweizer Sportfernsehen das Geld aus.

Nur noch bis am 30. Juni auf Sendung: Journalisten des Schweizer Sportfernsehens bei einem Challenge-League-Match.
Nur noch bis am 30. Juni auf Sendung: Journalisten des Schweizer Sportfernsehens bei einem Challenge-League-Match.
Keystone

Die Schweizer Fernsehlandschaft ist ab Ende Juni voraussichtlich um einen Sender ärmer: Das Schweizer Sportfernsehen (SSF) wird den Betrieb einstellen, sofern «nicht noch ein weisser Ritter auftaucht», wie VR-Präsident Tom Mörker sagte. Man werde bis zuletzt kämpfen und nach einer Lösung für den Sender suchen. Man führe weiterhin Gespräche mit möglichen Investoren, sagte Mörker gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Da eine Lösung aber bis jetzt nicht greifbar ist, wurde der 30. Juni als letzter Sendetag festgelegt.

Mörker bestätigte eine Meldung des Medienportals persönlich.com, gemäss der die fünf Angestellten bereits per Ende April entlassen wurden. Erst im letzten Herbst hatte er zusammen mit einem anderen Betreiber den Sender übernommen und in «Sport Szene Fernsehen» umbenannt, um den Sender wieder auf Kurs zu bringen.

Man habe mit einem Turn-Around innerhalb von zwei Jahren gerechnet, sagte Mörker gegenüber persönlich.com. Die ausbleibenden Erträge hätten nun aber eine Grössenordnung erreicht, die ganz einfach zu hoch seien. «Und leider ist es uns nicht gelungen, weitere Partner für das Projekt SSF zu gewinnen.» Insgesamt kostet die Betreiber das Aus des Sportsenders rund 1,5 Millionen Franken.

Zu tiefer Marktanteil

Das SSF war seit Juli 2009 auf Sendung. Hauptproblem des Sportsenders war aber von Beginn an sein geringer Marktanteil. Nur bei Finalspielen oder ähnlichen sportlichen Höhepunkten erreicht er Marktanteile von etwa 7 Prozent. Im Durchschnitt bringt es der Sportsender mit Sitz in Zürich aber nicht auf über 0,2 Prozent.

Bereits im Februar 2012 verliessen die Gründer und Hauptinvestoren Peter Weigelt und Giorgio Behr das Unternehmen. Redaktionsleiterin und Aushängeschild Claudia Lässer folgte im Mai. Bereits 2012 wurden 10 Angestellte entlassen.

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