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Seferovics toller Einstand bei Benfica Lissabon

Das Toreschiessen war in den letzten Jahren nicht die Kernkompetenz der Schweizer Auswahl. Derzeit aber sind die Offensivkräfte in guter Form.

«Ich habe mir auch im Nationalteam ein gewisses Standing erarbeitet, der Trainer setzt auf mich», sagt Seferovic, der in 41 Länderspielen 8-mal traf.
«Ich habe mir auch im Nationalteam ein gewisses Standing erarbeitet, der Trainer setzt auf mich», sagt Seferovic, der in 41 Länderspielen 8-mal traf.
Keystone

Im Fernduell der Schweizer mit Por­tugal um Rang 1 in der WM-Qualifikationsgruppe B könnte am Ende bei Punktgleichheit die Tordifferenz entscheiden. Die Schweiz liegt dabei mit plus 9 gleich 10 Einheiten hinter dem Europameister, das lässt sich nach menschlichem Ermessen kaum mehr aufholen in den verbleibenden Partien. In den letzten Jahren tat sich das Nationalteam oft schwer mit dem Toreschiessen, obwohl starke Angreifer im Kader stehen. Vor dem Länderspiel am Donnerstag zu Hause gegen den Exoten Andorra sind mehrere Offensivspieler in guter Verfassung. Der fleissige Haris Seferovic, im 4-2-3-1-System vermutlich ganz vorne, fiel selten als Torjäger auf.

Doch beim neuen Arbeitgeber Benfica Lissabon läuft es dem 25-Jährigen glänzend, er ist gesetzt und traf in den ersten vier Pflichtspielen in Portugal je einmal. Zuletzt ging er beim 1:1 auswärts gegen Rio Ave leer aus. «Ich habe mir auch im Nationalteam ein gewisses Standing erarbeitet, der Trainer setzt auf mich», sagt Seferovic, der in 41 Länderspielen 8-mal traf. «Nun hoffe ich, dass ich auch für die Schweiz endlich wieder treffe.»

Dzemaili überragend in der MLS

Die offensive Dreierreihe dürften am Donnerstag Admir Mehmedi, Blerim Dzemaili und Xherdan Shaqiri besetzen. Mehmedi hat erstmals seit langer Zeit bei Leverkusen einen Stammplatz erkämpft – zumindest in den Startwochen dieser Saison. Er schoss bei der 1:3-Niederlage gegen die Bayern in München ein feines Tor, beim 2:2 am Samstag gegen Hoffenheim bereitete er einen Treffer vor. Dzemaili wiederum ist nach seinem Transfer zu Montreal in die MLS ein wenig aus dem Fokus verschwunden, brilliert in der nordamerikanischen Liga allerdings mit überragenden Vorstellungen. 16 Punkte (6 Tore, 10 Assists) wären auch in der NHL nach 15 Partien ein Topwert.

Die MLS hat sich klar verbessert, das betonte Dzemaili kürzlich auch in einem Interview mit der «NZZ» – mit einer relativ mutigen Aussage: «Die Major League Soccer ist deutlich besser als die Schweizer Super League. Nur der FC Basel könnte mithalten. Alle anderen Teams hätten kaum eine Chance.»

Dzemaili ist trotz Wechsels nach Kanada ein wertvoller Spieler bei Nationaltrainer Vladimir Petkovic geblieben. Der wichtigste Akteur in der Offensive ist derweil Xherdan Shaqiri. Der Freigeist schlug sich in den letzten Wochen mal wieder mit muskulären Sorgen herum, lief dann eher überraschend am Sonntag bei West Bromwich (1:1) auf – und zeigte eine starke Leistung. Ihm gelangen laut Premier-League-Statistik sogar am meisten «Schlüsselpässe» (7) allerAkteure der Liga am letzten Spieltag.

Der knappe Sieg in Andorra

Shaqiris Fantasie wird auch am Donnerstag in St. Gallen gegen das Abwehrbollwerk Andorras gefragt sein. Im Hinspiel siegte die Schweiz auswärts nur 2:1. Es sollte dem Favoriten eine Warnung sein. Zumal sich die Akteure in letzter Zeit in der Auswahl nicht besonders treffsicher präsentierten.

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