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Shaqiri droht erneut ein Platz auf der Bank

Für die Bayern steht heute Abend in Lille ein kapitales Champions-League-Spiel an – und Trainer Heynckes setzt wohl auf die erfolgreiche Mannschaft vom Wochenende.

Was hat der Trainer mit ihm vor? Shaqiri mit seinem Chef Heynckes beim Training.
Was hat der Trainer mit ihm vor? Shaqiri mit seinem Chef Heynckes beim Training.
Keystone

In der Bundesliga ist gegen die Bayern kein Kraut gewachsen. Acht Siege in ununterbrochener Folge reihten die Münchner seit Saisonbeginn aneinander. Sie stellten damit einen Startrekord auf und verlängerten ihre Siegesserie saisonübergreifend auf elf Erfolge. Auch in Lille tritt der FC Bayern als Favorit an, zumal der Gegner in dieser Saison noch nicht in Fahrt gekommen ist und in der Ligue 1 nur auf Platz 11 klassiert ist.

Trotzdem sagt Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: «Unterschätzen wird Lille keiner.» Ein Durchmarsch in der Bundesliga ist keine Garantie für Erfolge in der Champions League. Bei der 1:3-Niederlage gegen Borissow haben die Münchner dies vor drei Wochen bitter erfahren. Deshalb spüren sie nicht nur Selbstbewusstsein und Rückenwind, sondern auch Druck. Ein Sieg ist gefordert.

Diesen Sieg müssen die Bayern ohne Arjen Robben einfahren. Der Holländer soll auch in Lille nicht eingesetzt werden, da seine Rückenprobleme Schmerzen im Oberschenkel verursachten. Dass deshalb der Schweizer Xherdan Shaqiri erstmals seit dem 25. September wieder in der Startformation steht, ist unwahrscheinlich – trotz der hohen Wertschätzung, die er sich schon erarbeitet hat. Robbens Ersatz auf der rechten Seite, der deutsche Internationale Thomas Müller, erzielte am Samstag beim 5:0 in Düsseldorf zwei Tore und einen Assist, auf der anderen Seite brillierte Franck Ribéry mit drei Vorlagen.

Lille hat die ersten beiden Partien gegen Valencia (0:2) und Borissow (1:3) verloren. Es muss gegen Bayern punkten, um sich noch Chancen auf die Achtelfinals auszurechnen. Der Vorstoss in die Knock-out-Runde ist für Lille Pflicht. Der Club aus der grossen Industrieregion im Norden des Landes an der Grenze zu Belgien will sich in der Spitzengruppe Frankreichs festsetzen.

Auch Juventus steht unter Druck

Ähnlich wie die Bayern mit Shaqiri ist auch Juventus Turin mit Stephan Lichtsteiner in die Saison gestartet. In der Serie A reihten die Turiner Sieg an Sieg (8 Spiele, 22 Punkte) und gewannen am Samstag das Spitzenspiel gegen Napoli 2:0. Doch in der Champions League stehen die Zeichen noch nicht auf Durchmarsch. Dem beachtlichen 2:2 bei Chelsea, nach einem 0:2-Pausenrückstand, folgte eine enttäuschende Leistung beim 1:1 zu Hause gegen Schachtjor Donezk. Juventus hat im Europacup damit acht Spiele in Folge nicht mehr gewonnen.

In der Serie A ist Juventus seit 47 Partien ungeschlagen, es hat in dieser Saison die beste Verteidigung und den besten Sturm. Fehlt also nur noch ein Sieg im Europacup. Der letzte geht zurück auf die Saison 2009/2010. Es war das Hinspiel in den Achtelfinals der Europa League am 11. März 2010 gegen Fulham (3:1).

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