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Shaqiri ist enttäuscht und sucht eine Lösung

Zum ersten Mal spricht der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri über seine Reservistenrolle beim FC Liverpool.

Sven Haist
Er nimmt sich eine persönliche Auszeit. Xherdan Shaqiri hat in Liverpool so viele Probleme, dass er das Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft ausgeschlagen hat.
Er nimmt sich eine persönliche Auszeit. Xherdan Shaqiri hat in Liverpool so viele Probleme, dass er das Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft ausgeschlagen hat.
Keystone
Am 13. Juli 2018 unterzeichnet der Schweizer Nationalspieler seinen Vertrag beim renommierten Club im Nordwesten Englands.
Am 13. Juli 2018 unterzeichnet der Schweizer Nationalspieler seinen Vertrag beim renommierten Club im Nordwesten Englands.
www.liverpoolfc.com
Bereits zwischen 2015 und 2018 spielt der Linksfuss in der Premier League. 17 Millionen Euro bezahlt Stoke City an Inter Mailand. Im Sommer 2018 steigt er mit Stoke ab und wechselt zu Liverpool.
Bereits zwischen 2015 und 2018 spielt der Linksfuss in der Premier League. 17 Millionen Euro bezahlt Stoke City an Inter Mailand. Im Sommer 2018 steigt er mit Stoke ab und wechselt zu Liverpool.
Adam Davy, Keystone
Januar 2015: Xherdan Shaqiri verlässt Bayern München und schliesst sich Inter Mailand an. In Italien bleibt er allerdings nur ein halbes Jahr.
Januar 2015: Xherdan Shaqiri verlässt Bayern München und schliesst sich Inter Mailand an. In Italien bleibt er allerdings nur ein halbes Jahr.
Antonio Calanni, Keystone
Was für ein Karrieresprung: 2012 holt Bayern München den 21-Jährigen. Während dieser Zeit beim Rekordmeister gewinnt Shaqiri dreimal die Meisterschaft, zweimal den DFB-Pokal und einmal die Champions League.
Was für ein Karrieresprung: 2012 holt Bayern München den 21-Jährigen. Während dieser Zeit beim Rekordmeister gewinnt Shaqiri dreimal die Meisterschaft, zweimal den DFB-Pokal und einmal die Champions League.
Rolf Vennenbernd, Keystone
Auch beim FC Basel heimst der torgefährliche Flügel diverse Titel ein: Während der drei Jahre in der ersten Mannschaft holt der FCB fünf Titel.
Auch beim FC Basel heimst der torgefährliche Flügel diverse Titel ein: Während der drei Jahre in der ersten Mannschaft holt der FCB fünf Titel.
Alessandro Della Bella, Keystone
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Über fehlende Aufmerksamkeit kann sich Xherdan Shaqiri nicht beklagen. Kaum ein Tag vergeht ohne Nachricht über ihn. Nur geht es darin meist um einen möglichen Vereinswechsel – und das ist die Art von Aufmerksamkeit, die der offensive Mittelfeldspieler des FC Liverpool eigentlich nicht haben möchte. Nach dem im Penaltyschiessen gegen den FC Chelsea gewonnenen europäischen Supercup am Mittwoch teilte Shaqiri nun mit, weder eine Offerte des türkischen Meisters Galatasaray Istanbul zu besitzen noch eine von der AS Monaco: «Ich habe keine Ahnung, wo die Artikel her sind. Ich weiss nichts von diesen Angeboten.»

Bleibt er Reservist?

Nach 30 Einsätzen in der Vorsaison, davon die Hälfte von Beginn an, hat sich der ohnehin schon anspruchsvolle Konkurrenzkampf für Shaqiri in dieser Spielzeit verschärft durch die Rückkehr des lange ausgefallenen Alex Oxlade-Chamberlain. In den bisherigen drei Pflichtspielen reichte es für den Schweizer Nationalspieler nur zu elf Spielminuten im Duell mit Manchester City im Community Shield. «Ich bin enttäuscht, dass ich nicht mehr zum Spielen gekommen bin. Niemand sitzt gerne auf der Bank», sagt Shaqiri.

Sein Wechsel im vergangenen Sommer aus Stoke hat sich für Liverpool hingegen in jedem Fall ausgezahlt. Wann immer Trainer Jürgen Klopp auf Shaqiri zurückgriff, konnte er sich auf ihn verlassen. Zuletzt beim Halbfinalsieg über den FC Barcelona in der Champions League, als er im Rückspiel eine Torvorlage zum Weiterkommen beisteuerte. Nur, was bedeutet die dauerhafte Reservistenrolle für seine eigene Karriere?

«Ich muss eine Lösung finden»

Im Alter von 27 Jahren befindet sich Xherdan Shaqiri eigentlich in der Hochphase seiner fussballerischen Schaffenskraft. Ohne regelmässige Spielpraxis leidet jedoch sein Marktwert und wohl ebenso seine Rolle in der Nationalmannschaft ein Jahr vor der EM. «Klar ist, dass ich mehr Einsatzzeit möchte», sagt Shaqiri: «Ich muss mir die Situation anschauen und eine Lösung finden.» In Liverpool besitzt der flexibel einsetzbare Angreifer einen gut dotierten Vertrag bis Juni 2023. Bei einem möglichen Abgang in den nächsten Wochen könnte der englische Vizemeister keinen Ersatz mehr verpflichten – die Transferfrist in der Premier League ist bereits abgelaufen.

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