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Ronaldo äussert sich zu den Vorwürfen

Der Real-Star soll dem spanischen Fiskus 14,7 Millionen Euro vorenthalten haben. Jetzt nimmt Cristiano Ronaldo Stellung.

Ihm droht eine längere Haftstrafe: Cristiano Ronaldo beim Training der portugiesischen Nationalmannschaft in der Nähe von Lissabon. (13. Juni 2017)
Ihm droht eine längere Haftstrafe: Cristiano Ronaldo beim Training der portugiesischen Nationalmannschaft in der Nähe von Lissabon. (13. Juni 2017)
Tiago Petinga/EPA, Keystone

Der Weltfussballer Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte am Dienstagabend mit, es habe keine Unterschlagung gegeben.

Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuerzahlungen zu umgehen, hiess es weiter. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag beim Gericht in Madrid eine Anzeige gegen den Torjäger erstattet. Er wurde darin der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,76 Millionen Euro beschuldigt.

Bis zu sieben Jahre Haft

Dem 32-jährigen Portugiesen drohe wegen insgesamt vier Steuervergehen eine Mindesthaftstrafe von bis zu sieben Jahren Haft sowie eine Geldstrafe von mindestens 28 Millionen Euro, schätzte der Verband der Steuerexperten des spanischen Finanzministeriums (Gestha). Ronaldo soll beim Confed Cup in Russland vom 17. Juni bis 2. Juli für Portugal zum Einsatz kommen.

Die Staatsanwaltschaft war von der Steuerbehörde eingeschaltet worden. Zuvor hatte ein vom Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» angeführtes internationales Medien-Netzwerk vorwiegend in Spanien tätige Fussballstars in Berichten über Steuertricks und Briefkastenfirmen in Steueroasen genannt. Die Informationen waren von der Enthüllungsplattform «Football Leaks» zur Verfügung gestellt worden.

Auch Messi in der Schusslinie

Lionel Messi, der sportliche Rivale des Portugiesen, wurde erst vor wenigen Wochen wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Profi des FC Barcelona wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht ins Gefängnis müssen, weil Haftstrafen von bis zu zwei Jahren in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt werden.

Ronaldo ist nach Angaben des US-Magazins «Forbes» der bestbezahlte Sportler der Welt. Der Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten «Forbes»-Liste hervorgeht.

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