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St. Gallen ungefährdet zurück an der Spitze

St. Gallen wahrt seine Ungeschlagenheit. Die Ostschweizer besiegen Schlusslicht Servette 2:0 und übernehmen wieder die Tabellenspitze in der Super League.

Feierlaune: Pa Modou freut sich über den ersten Treffer – ein Eigentor von Moubandje.
Feierlaune: Pa Modou freut sich über den ersten Treffer – ein Eigentor von Moubandje.

Sinnbildlich für die Verfassung des noch sieglosen Tabellenletzten Servette war die Entstehung des 1:0. Nach einem gefährlichen Corner in der 7. Minute und dem unglücklichen Rettungsversuch von Francois Moubandje – der notabene im eigenen Tor landete – ging St. Gallen in Führung. Er hätte in der Folge den Vorsprung sogar durch Oscar Scarione nach knapp 20 Minuten ausbauen müssen, doch scheiterte der Argentinier am hervorragend reagierenden Goalie David Gonzalez. Servette, das nach dem blamablen Ausscheiden im Cup gegen den Erstligisten Cham weiterhin nicht auf Touren kommt, stand somit schnell einmal in der AFG Arena auf verlorenem Posten. Umso mehr, als der für Dzengis Cavusevic eingewechselte Franck Etoundi in der 73. Minute nach herrlicher Vorarbeit von Mario Mutsch die Grünweissen mit 2:0 in Führung köpfte.

Für die Gäste hätte in der 85. Minute, als Fanck Etoundi alleine auf das gegnerische Tor zog, alles noch viel schlimmer kommen müssen. Regelwidrig trennte Gonzalez den wuchtigen Stürmer vom Ball – rote Karte und Penalty wäre die logische Konsequenz gewesen. Doch die Pfeife des ansonsten umsichtigen Schiedsrichters Cyrill Zimmermann blieb sehr zum Entsetzen der Zuschauer stumm.

Trotzdem: Der Auftritt der Gäste war auch im heutigen Auswärtsspiel beim überraschenden Leader bedenklich. Der neue Trainer Sébastien Fournier konnte den Gästen aus Genf noch nicht die notwendigen Impulse geben, die man sich so sehr von ihm erhoffte. St. Gallen hingegen hat von den Grasshoppers die Tabellenspitze auf eine Art und Weise zurückerobert, die für die Zukunft in der Ostschweiz gewisse Erwartungen schürt. Nach neun Runden sind die St. Galler nun ungeschlagen; für einen Aufsteiger eine hervorragende Bilanz, besonders wenn er sich momentan der Primus der Liga nennen darf.

Luzern wartet weiterhin auf zweiten Saisonsieg

Auch unter dem neuen Coach Ryszard Komornicki kommt der FC Luzern nicht in Fahrt. Seit der Pole Murat Yakin abgelöst hat, kam der FCL nur zu einem Meisterschaftssieg. Er scheiterte in der Europa-League-Qualifikation und verlor im Cup gegen den Erstligisten Delémont. In der Super League war das 0:1 im Waadtland die zweite Pleite in Folge.

Nach einer ansprechenden Startphase, in der Dimitar Rangelov und Daniel Gygax alleine vor Lausannes Keeper Anthony Favre gescheitert waren, verloren die Gäste vollkommen den Faden. Erst ab der 70. Minute wurde es wieder ab und zu gefährlich im Lausanner Strafraum. Die Luzerner bekundeten allerdings auch ein wenig Pech. Schiedsrichter Patrick Graf hätte in der 4. und 70. Minute auf Penalty für die Innerschweizer entscheiden können.

Lausanne, das nur fünf Punkte aus den ersten acht Partien geholt hatte, beendete in der 34. Minute durch ein Weitschuss-Tor von Chris Malonga eine Durstrecke von 509 Minuten ohne eigenen Treffer. Auch in der Folge waren die Gastgeber überlegen, scheiterten aber nach der Pause serienweise an David Zibung. Der Goalie war der einzige Luzerner, der auf der Höhe des Geschehens war. Seine Vorderleute waren meistens einen Schritt langsamer als der Gegner. Auf Komornicki wartet in den kommenden Wochen noch viel Arbeit.

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