Zum Hauptinhalt springen

Steve von Bergen: «Man sitzt wie auf Nadeln»

Steve von Bergen kann den Start der Rückrunde kaum erwarten, möchte die gute Serie zum Ende der Vorrunde fortsetzen, rechnet sich im Cup Chancen aus und lobt Sportchef Christoph Spycher.

«Spycher hat diese unglaubliche Ruhe, die ihn auszeichnet und die er auf die ganze Mannschaft überträgt», sagt YB-Captain Steve von Bergen über seinen Sportchef.
«Spycher hat diese unglaubliche Ruhe, die ihn auszeichnet und die er auf die ganze Mannschaft überträgt», sagt YB-Captain Steve von Bergen über seinen Sportchef.
Urs Baumann

Steve von Bergen ist seit Sommer 2013 Abwehrchef bei den Young Boys. Der Vertrag des 33-jährigen Captains, der im Ausland für Hertha Berlin, Palermo und Cesena gespielt hat, läuft bis Ende der Saison 2017/2018. An der Medienkonferenz vom Mittwoch äusserte sich der gebürtige Neuenburger und ehemalige Nationalspieler (50 Länderspiele) zu...

... der Vorbereitung: «Das Trainingslager ist sehr gut verlaufen, wir konnten hervorragend arbeiten und an vielen Details feilen. Wir hatten kaum Verletzungsprobleme, das war wichtig, um Automatismen zu festigen. Der Teamgeist ist spürbar, es macht richtig Spass, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Doch nun bin ich extrem froh, dass es endlich losgehen wird. Denn die Tage vor dem Start in eine Halbsaison sind für einen Fussballer schlimm. Es kribbelt, man sitzt wie auf Nadeln und ist unruhig vor lauter Vorfreude.»

... der Rückrunde: «Wir haben 12 Punkte Rückstand auf den FC Basel, das ist ein Fakt. Und das ist frustrierend. Doch wir haben in der Vorrunde nach einem komplizierten Start in die Meisterschaft super reagiert, uns stetig gesteigert und am Ende eine starke Serie hingelegt. Es muss unser Anspruch sein, diesen Lauf auch in der Rückrunde fortzusetzen. Die Basler spielen zum Beispiel nie viermal in Serie nur unentschieden. Sie gewinnen auch knappe Spiele dank ihrer Erfahrung und ihrem Willen. Ihre Konstanz ist unglaublich. Wir müssen unsere Mentalität dahingehend ändern, dass wir auch in den Partien, die vielleicht auf dem Papier einfach erscheinen, immer an die Leistungsgrenze gehen.»

... dem Schweizer Cup: «Es muss unser Ziel sein, in diesem Wettbewerb so weit wie möglich zu kommen. Dass wir überhaupt noch vertreten sind, ist schon eine gute Sache. Denn seit ich bei YB spiele, ist es das erste Mal, dass ich in der Rückrunde überhaupt noch einen Cupmatch bestreiten darf. Wir müssen im Viertelfinal im Heimspiel gegen den FC Winterthur aber aufpassen. Sie haben Qualität, sind nicht einfach umsonst noch dabei. Deshalb verlange ich als Captain, dass wir gegen den Challengeligisten 110 Prozent geben werden. Dann wird es gut kommen. Mit Basel, Sion und Luzern sind noch sehr starke Teams im Cup dabei. Aber in einem ­einzelnen Spiel kann YB jeden Gegner schlagen. Diese Chance möchten wir ­unbedingt nutzen, obschon natürlich ­alle Mannschaften den Pokal gewinnen wollen.»

... der Rolle von Sportchef Spycher: Spycher hat diese unglaubliche Ruhe, die ihn auszeichnet und die er auf die ganze Mannschaft überträgt. Er überlegt sich sehr viel, ist ein guter Beobachter und Zuhörer, der aber auch viel mit den Spielern spricht. Seine Erfahrung im Fussball ist riesig. Und es dürfte ihm auch helfen, dass er mit wohl der Hälfte des aktuellen Kaders noch zusammengespielt hat und die einzelnen Charak­tere und deren sportliche Stärken und Schwächen sehr gut einschätzen kann. Das ist ein grosser Vorteil. Mit seiner Arbeit als Talentmanager kennt er zudem die jungen Spieler bestens, kann ihnen mit guten Ratschlägen zur Seite stehen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch