Thun unterliegt im Spitzenkampf

Thun muss in Basel früh einen Dämpfer hinnehmen und verliert 1:3. St. Gallen schlägt Xamax 3:0, der FCZ unterliegt Lugano 0:1.
Der Fehler von Faivre bringt den FCB in Führung. (Video: SRF)

Noch ist der FC Basel nicht wieder der alte. Aber er nähert sich der Verfassung seiner erfolgreichsten Jahre allmählich wieder an. Gegen Thun wahrte er seine Ungeschlagenheit in diesem Jahr mit einer starken Leistung in der Defensive und bestechender Effizienz in der Offensive. Kaum einmal liess der Gastgeber seinen Gegner gefährlich vor das Tor kommen, selbst verwertete er von den wenigen Chancen deren drei.

Mit der ersten Torchance brachte der auf der Zehnerposition eingesetzte Ricky van Wolfswinkel den FCB nach einer Viertelstunde in Führung, mit der zweiten erhöhte Albian Ajeti nach einer halben Stunde auf 2:0. Das 3:0 erzielte Luca Zuffi zehn Minuten vor Schluss. Erst dann kamen die Thuner durch einen Abstauber von Miguel Rodrigues nach einem Freistoss des zuvor meist alleine gelassenen Mittelstürmers Marvin Spielmann zum Ehrentreffer.

Faivre leitet den Basler Sieg ein

Am Ursprung des Basler Heimsiegs stand indes eine Fehlerproduktion von Thun-Goalie Guillaume Faivre und Verteidiger Chris Kablan. Faivre, der erstmals den langzeitverletzten Dennis Hediger als Captain vertrat, missglückte ein Befreiungsschlag. Und Kablan strauchelte bei der Annahme des scharfen Balles, sodass Van Wolfswinkel alleine auf Faivre losziehen und zum 1:0 einschieben konnte.

Mit dem ungefährdeten Heimsieg in der zwar animierten, aber chancenarmen Partie festigte der FCB seinen 2. Platz bei nach wie vor 19 Punkten Rückstand auf Leader YB. Der Vorsprung auf Thun beträgt nun sieben Punkte.

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St. Galler zuerst ungeschickt, danach clever

Der FC St. Gallen hat gegen Neuchâtel Xamax auch das dritte Duell dieser Saison gewonnen, diesmal zuhause mit 3:0. Während etwa einer Viertelstunde war der verdiente Sieg der Ostschweizer in Frage gestellt. Die Szene, die den Match in eine andere Richtung hätte lenken können, ereignete sich in der 36. Minute. St. Gallens Torhüter Dejan Stojanovic fällte seitlich vor dem Strafraum den durchbrechenden Stürmer Kemal Ademi und verhinderte auf diese Weise den sicheren Ausgleich. Schiedsrichter Adrien Jaccottet hatte keine andere Möglichkeit, als Stojanovic mit der Roten Karte vom Platz zu stellen.

Die bis zum Platzverweis klar dominierten Neuenburger kamen plötzlich auf und erarbeiteten sich Torchancen. Bei der klarsten Chance, unmittelbar vor der Pause, setzte Charles Pickel - er war für den gesperrten Geoffroy Serey Dié in die Mannschaft gekommen - einen Kopfball aus kürzester Distanz an die Unterkante der Latte. Das Ball prallte nur etwa einen halben Meter vor der Torlinie auf den Rasen. Auch noch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Mannschaft von Trainer Stéphane Henchoz das Sagen. Danach jedoch bekam St. Gallen den Match wieder in den Griff. Der nach der Pause eingewechselte Tranquillo Barnetta nach einem schön zu Ende gespielten Konter und der sichere Schütze Vincent Sierro auf einen Foulpenalty stellten den Sieg am Mitte der zweiten Halbzeit sicher.

Neuzugang Guillemenot trifft zum ersten Mal

Zum Zeitpunkt des Platzverweises hätten die hervorragend gestarteten St. Galler höher führen müssen als nur durch das Tor von Neuzugang Jérémy Guillemenot, der erstmals für den FCSG traf. Die Chancen hätten zu einem frühen 3:0 führen müssen. Geradezu grotesk war das Scheitern von Majeed Ashimeru. Der junge Offensivspieler aus Ghana hätte nach einer halben Stunde aus geringer Distanz links und rechts und oben und unten ins Tor treffen können. Aber er drosch den Ball an die Latte. Trotz dieses Missgeschicks war Ashimeru der beste Manns des Spiels - dies nicht nur, weil er das 1:0 und das 2:0 vorbereitete. Ashimeru dürfte die beste Akquisition des FCSG in den letzten Jahren sein.

Viel redliche Arbeit, aber kein Lohn

Auf die schier peinliche Vorstellung im Cupspiel gegen Kriens hat der FC Zürich mit einer deutlichen Steigerung geantwortet. Dennoch resultierte mit dem 0:1 gegen Lugano die achte Saisonniederlage.

Basel - Thun 3:1 (2:0) 20'717 Zuschauer. - SR Fähndrich. Tore: 16. Van Wolfswinkel 1:0. 32. Ajeti (Stocker) 2:0. 83. Zuffi (Ajeti) 3:0. 89. Rodrigues (Freistoss Spielmann) 3:1. Basel: Omlin; Xhaka, Suchy, Frei, Petretta; Balanta (82. Kuzmanovic), Zuffi; Okafor (76. Campo), Van Wolfswinkel, Stocker (58. Kalulu); Ajeti. Thun: Faivre; Kablan, Rodrigues, Sutter, Joss; Gelmi; Salanovic, Bigler (24. Fatkic/73. Hunziker), Stillhart, Da Silva (59. Sorgic); Spielmann. Bemerkungen: Basel ohne Bua, Zambrano (beide verletzt), Cömert und Riveros (beide nicht im Aufgebot). Thun ohne Glarner (gesperrt), Karlen, Tosetti, Hediger, Ferreira und Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Okafor, 37. Balanta, 88. Frei (alle Foul).

St. Gallen - Neuchâtel Xamax 3:0 (1:0) 11'613 Zuschauer. - SR Jaccottet. Tore: 21. Guillemenot (Ashimeru) 1:0. 67. Barnetta (Ashimeru) 2:0. 76. Sierro (Foulpenalty) 3:0. St. Gallen:Stojanovic; Lüchinger (48. Barnetta), Hefti, Stergiou, Wittwer; Sierro, Quintilla, Ashimeru; Bakayoko, Guillemenot (38. Lopar), Kutesa (82. Campos). Neuchâtel Xamax:Walthert; Gomes, Oss, Sejmenovic (46. Xhemajli); Tréand (76. Veloso), Pickel, Di Nardo (71. Pululu), Kamber; Ramizi; Ademi, Nuzzolo. Bemerkungen: St. Gallen ohne Rapp, Itten und Wiss (beide verletzt). Neuchâtel Xamax ohne Serey Dié (gesperrt), Doudin, Le Pogam, Djuric und Minder (alle verletzt). 30. Lattenschuss Ashimeru. 45. Kopfball von Pickel an die Unterkante der Latte. 36. Rote Karte gegen Stojanovic (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 9. Oss (Foul), 39. Nuzzolo (Schwalbe/Reklamieren), 54. Ramizi (Foul), 60. Sierro (Foul), 86. Pululu (Schwalbe).

dho/sda

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