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Thuner Stolz, Berner Ärger

Die siegreichen Vertreter des Leaders aus dem Oberland bleiben grösstenteils bescheiden, während die Verlierer aus der Hauptstadt mit der Chancenauswertung hadern.

Verzweiflung und Enttäuschung: Die YB-Akteure (hier Emmanuel Mayuka, rechts, und Henri Bienvenu) sündigten im Derby im Torabschluss.
Verzweiflung und Enttäuschung: Die YB-Akteure (hier Emmanuel Mayuka, rechts, und Henri Bienvenu) sündigten im Derby im Torabschluss.
Andreas Blatter
Diskussion unter Torschützen: Die Thuner Stephan Andrist (links) und Dario Lezcano unterhalten sich über den Sieg gegen YB.
Diskussion unter Torschützen: Die Thuner Stephan Andrist (links) und Dario Lezcano unterhalten sich über den Sieg gegen YB.
Andreas Blatter
Null Tore für YB: Thuns Torhüter David Da Costa wehrt einen Ball ab.
Null Tore für YB: Thuns Torhüter David Da Costa wehrt einen Ball ab.
Keystone
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So sehen Sieger aus. Andres Gerber, der Thuner Sportchef mit YB-Vergangenheit, strahlt am Sonntagabend derart prächtig wie die Sommersonne in diesen Tagen am wolkenfreien Himmel. «Das ist natürlich ein toller Erfolg für uns», sagt Gerber, «denn Siege im Derby sind immer besonders schön. YB freut sich auch mehr über einen Sieg in Thun als über einen Sieg in Lausanne.» Einzelne Exponenten der erstaunlich stabilen Oberländer wie Stephan Andrist provozierten die Young Boys zwar mit Gesten, aber die totale Bescheidenheit und Bodenständigkeit, die Sportchef Gerber und Trainer Bernard Challandes vorleben, haben die meisten Angestellten übernommen und verinnerlicht. «Wir müssen nicht Meister werden», sagt Gerber, während Christian Schneuwly meint: «Wir hatten hier überhaupt keinen Druck.» Und der beim 2:0-Auswärtssieg gegen YB überragende Torhüter David Da Costa erklärt: «Das war eine reife Teamleistung. Doch bei uns hebt jetzt keiner ab.» Angesprochen auf seine grossartige Leistung und die vielen starken Paraden, meint Da Costa: «Dafür habe ich ja Handschuhe an und darf meine Hände benutzen. Ich bin froh, wenn ich dem Team helfen kann.»

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