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Trotz Mobbing-Vorwurfs — Favre Sieger im Machtkampf gegen Pantelic

Weil der Schweizer Erfolgstrainer von Hertha Berlin seine Stürmerdiva zuletzt 80 Minuten auf der Bank schmoren liess, beklagt sich der Berater von Marko Pantelic öffentlich.

Machtkampf: In den letzten Spielen hat Lucien Favres Team gezeigt, dass es auch ohne Marko Pantelic geht.
Machtkampf: In den letzten Spielen hat Lucien Favres Team gezeigt, dass es auch ohne Marko Pantelic geht.
Keystone

«Wenn ein Trainer einen Spieler mobbt, ist das für mich ein Zeichen, dass man mit ihm nicht plant», sagte Pantelics Anwalt und Berater Wolfgang Müllenbrock gegenüber der Berliner Zeitung «B.Z.».

Der Vertrag des serbischen Stürmers läuft im Sommer aus und soll, wenn es nach Trainer Lucien Favre geht, nicht verlängert werden. Den Romand stört die Einstellung und die egoistische Spielweise Pantelics. «Marko hat seinen Teil zu einer Vertragsverlängerung beigetragen», so der Anwalt. «Von Favre kam dazu bisher sehr wenig. Stattdessen lässt er kaum eine Möglichkeit aus, Marko spüren zu lassen, dass er ihn nicht will. Seine Taten sprechen Bände. Wenn man einen Spieler von Markos Klasse nur zehn Minuten spielen lässt, ist das eine Abstrafung für ihn.» Beim 3:2-Sieg gegen Bochum war Pantelic nach zweiwöchiger Verletzungspause erst spät eingewechselt worden.

Hoeness will Vertrag mit Favre vorzeitig verlängern

Während Pantelic Hertha spätestens im Sommer verlassen wird, planen die Berliner langfristig mit Favre. Der Schweizer unterschrieb im Juni 2007, als er nach zwei Meistertiteln vom FC Zürich nach Berlin wechselte, einen Dreijahresvertrag. Inzwischen hat er Hertha zu einem Spitzenteam geformt und sensationell auf den vierten Platz geführt. «Wir werden uns im neuen Jahr zusammensetzen und über eine Vertragsverlängerung sprechen. Von mir aus kann Herr Favre der Hertha-Trainer mit der längsten Amtszeit werden. Er verbraucht sich nicht», sagte Hertha-Manager Dieter Hoeness gegenüber der «B.Z.».

Favre sammelt Argumente für Vertragspoker

«Die Arbeit macht mir Spass, ich fühle mich wohl. Mein Ziel bleibt es, mit Hertha demnächst um den Titel mitzuspielen», sagt der Romand. Für den Vertragspoker hält er im Moment ein erstklassiges Blatt in den Händen. Und die Vorwürfe von Müllenbrock dürften Pantelic nur schaden, zumal der Anwalt selbst sagt: «Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Marko bei Hertha verlängern wird.»

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