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Uneigennützig und doch abschlussstark

Thun will heute gegen den Zweitletzten Sion (Stockhorn-Arena, 19.45 Uhr) den fünften Heimsieg in Serie einspielen. Ein Treffer von Christian Schneuwly würde helfen: Wenn der Offensivspieler skort, gewinnt Thun (fast) immer.

Der Mann für die wichtigen Tore: Christian Schneuwly trifft im Thuner Heimspiel gegen Luzern (2:1) .
Der Mann für die wichtigen Tore: Christian Schneuwly trifft im Thuner Heimspiel gegen Luzern (2:1) .
Keystone

Es gibt zwei Arten, auf einen Ballverlust zu reagieren. Man kann sich während gefühlter Ewigkeiten über alle möglichen Unpässlichkeiten echauffieren und dann die Frisur richten, während die Teamkollegen zu verhindern versuchen, dass es in der anderen Richtung gefährlich wird. Neben dieser Variante à la Zlatan Ibrahimovic oder Mario Balotelli gibt es den Ansatz à la Gennaro Gattuso, eine unspektakulärere Variante, bei der die unmittelbare Rückeroberung des Spielgeräts im Vordergrund steht. Diese Philosophie vertritt exemplarisch auch Christian Schneuwly, Egal, ob er vermeintlich gefoult wurde, der Mitspieler die eigene Idee nicht erkannt hat oder der Ball wegen einer Bodenunebenheit unberechenbar wurde: Der Freiburger widmet sich sofort der nächsten Aktion. «Im Fussball macht man in jedem Spiel immer wieder Fehler», erklärt Schneuwly, «da bringt es nichts, den Kopf hängen zu lassen, man muss es einfach in der nächsten Situation besser machen. In den ersten Sekunden ist die Chance am grössten, den Ball wieder zu erobern.»

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