Van Gaals unfassbare Drohung

Nachdem ein Journalist Louis van Gaal auf seinen möglichen Nachfolger José Mourinho angesprochen hatte, wurde der ManU-Trainer richtig persönlich.

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Dass Louis van Gaal an schlechten Tagen kein angenehmer Gesprächspartner ist, hat sich in der Fussballwelt allmählich herumgesprochen. Doch nach dem 1:1 gegen Chelsea vom vergangenen Wochenende übertraf sich der kauzige Holländer selber, als er einen Journalisten übel zusammenfaltete.

Dieser fragte Van Gaal, wieso die anhaltenden Gerüchte, dass er von José Mourinho ersetzt werden solle, vom Verein nicht dementiert würden. «Wieso sollte der Verein etwas zu einer frei erfundenen Geschichte sagen?», entgegnete der Manchester-United-Trainer und geriet dann so richtig in Rage: «Sie werden morgen entlassen.» Doch damit nicht genug. Einmal in Fahrt, drohte er dem Journalisten: «Sagen Sie mir Ihren Namen, dann kann ich den gleich noch veröffentlichen. Schauen Sie auf Ihre Frau. Vielleicht haben Sie Kinder oder einen Neffen.»

«Sorry, dass Sie aus der CL geflogen sind»

Es ist das wiederholte Mal in dieser Saison, dass Van Gaal mit Medienvertretern aneinandergerät. Einmal beschimpfte er einen Journalisten als «fetten Mann», wenige Tage zuvor ätzte er zu Beginn einer Pressekonferenz: «Denkt ihr, ich möchte mit euch sprechen? Ich bin nur hier wegen der Premier-League-Regeln. Ich muss mit euch sprechen.» Das war, kurz bevor er in den Raum fragte: «Hat jemand von Ihnen das Gefühl, sich bei mir entschuldigen zu müssen? Ich finde, Sie sollten sich bei mir entschuldigen.» Dies veranlasste das britische Boulevardblatt «Sun» dazu, Van Gaal am nächsten Tag die Titelseite zu widmen. Unter anderem stand da: «Sorry, dass Sie die Fans zu Tränen langweilen» oder «Sorry, dass Sie aus der Champions League geflogen sind».

In der Tabelle liegt Manchester United derzeit auf dem fünften Platz – sechs Punkte hinter dem vierten Rang, der zur CL-Qualifikation berechtigt, und satte zwölf Punkte hinter Leader Leicester City. Zum Remis gegen das kriselnde Chelsea sagte Van Gaal: «Bei mir herrscht eine tiefe Frustration. Wir haben richtig gut gespielt und waren das bessere Team. Ich bin nicht enttäuscht, aber sehr frustriert.» Chelseas Diego Costa hatte in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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