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Viel Ehrfurcht und wenig Begeisterung

Beim ersten Länderspiel der Schweiz im Stade de Suisse nach mehr als sechs Jahren musste sich das Berner Publikum wieder an die Nationalmannschaft gewöhnen.

Ein seltener Moment der Euphorie: Die Zuschauer gaben sich bei der Rückkehr des Nationalteams ins Stade de Suisse über weite Strecken zurückhaltend.
Ein seltener Moment der Euphorie: Die Zuschauer gaben sich bei der Rückkehr des Nationalteams ins Stade de Suisse über weite Strecken zurückhaltend.
Andreas Blatter
Mutter und Tochter: Die 69-jährige Frauenfeldnerin schaut sich  seit 1994 jedes Spiel der Nati an.
Mutter und Tochter: Die 69-jährige Frauenfeldnerin schaut sich seit 1994 jedes Spiel der Nati an.
Claudia Salzmann
Die Argentinier Marcelo Otranto mit seiner 15-jährigen Tochter Virginia.
Die Argentinier Marcelo Otranto mit seiner 15-jährigen Tochter Virginia.
Claudia Salzmann
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Um 20.30 Uhr am Mittwochabend hat das Warten ein Ende. Lionel Messi steht am Mittelkreis des Stade de Suisse und ist bereit, ins Geschehen einzugreifen. Auf ihn haben in Bern während der letzten drei Tage alle gewartet. Die Jugendlichen, die sich – einen Hamburger vom nahegelegenen Burger King in der Hand – den Tag vor dem Hotel Schweizerhof vertrieben, um einen Blick auf den weltbesten Fussballer zu erhaschen. Jene, die das Training des argentinischen Nationalteams am Dienstagabend im Leichtathletikstadion Wankdorf verfolgten – hinter einem Zaun und aus der Distanz, weil die Südamerikaner keine Lust hatten, auf Tuchfühlung mit den Anhängern zu gehen. Und jene, die eines der teuren Tickets für den Auftritt der Argentinier gegen die Schweiz erstanden hatten, in der Hoffnung, an diesem Abend etwas von der Genialität Messis zu sehen zu bekommen. Alle Augen sind auf den kleinen Weltfussballer gerichtet. Eine ehrfürchtige Stimmung herrscht, beinahe still ist es lange – trotz 30?250 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion.

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