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Vom Raubein zum Saubermann

Eigentlich ist Real Madrids Innenverteidiger Pepe ein berüchtigter Haudegen – und das ist noch sanft ausgedrückt. Umso mehr überrascht deshalb eine neue Statistik.

Wer hätte das gedacht? Real Madrids Pepe ist der sauberste Innenverteidiger der spanischen Liga.
Wer hätte das gedacht? Real Madrids Pepe ist der sauberste Innenverteidiger der spanischen Liga.
Keystone
Auf dem Weg zum Saubermann: Der Portugiese ist eigentlich bekannt für seine aggressive Spielweise und seine Auseinandersetzungen mit den Schiedsrichtern.
Auf dem Weg zum Saubermann: Der Portugiese ist eigentlich bekannt für seine aggressive Spielweise und seine Auseinandersetzungen mit den Schiedsrichtern.
Keystone
Der letzte Ausbruch: Im Sommer konnte sich Pepe im Dress der Nationalmannschaft nicht zurückhalten und verpasste dem Deutschen Thomas Müller eine Kopfnuss.
Der letzte Ausbruch: Im Sommer konnte sich Pepe im Dress der Nationalmannschaft nicht zurückhalten und verpasste dem Deutschen Thomas Müller eine Kopfnuss.
Keystone
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Képler Laveran Lima Ferreira, kurz Pepe genannt, hat nicht gerade den besten Ruf in der Fussballwelt. Der Innenverteidiger von Real Madrid fiel immer wieder durch brutale Fouls und unsportliche Aussetzer auf. Doch laut der spanischen Sportzeitung «Marca» gehört das der Vergangenheit an: Der Portugiese soll der sauberste von allen 40 regelmässig eingesetzten Innenverteidigern der spanischen Liga sein.

Tatsächlich ist der 31-jährige gebürtige Brasilianer der einzige Innenverteidiger der ersten spanischen Liga, der in dieser Saison noch nicht einmal eine Gelbe Karte gesehen hat. Zudem hat Pepe erst fünf Fouls begangen – zum Vergleich: Sein Kollege in der Innenverteidigung, Sergio Ramos, hat bereits 25 Fouls und fünf Gelbe Karten auf seinem Konto. Auch die Verteidiger der anderen Topclubs in Spanien kommen nicht an Pepe heran. Barcelonas Javier Mascherano hat schon eine Gelbe und eine Rote Karte gesehen, dessen Teamkollege Gerard Piqué sah viermal Gelb. Diego Godín und Miranda von Atlético Madrid haben beispielsweise auch schon drei- bzw. viermal die Gelbe Karte gesehen.

Im Dress von Real Madrid scheint Pepe also etwas zur Ruhe gekommen zu sein. Seine letzte Rote Karte in einem Clubspiel sah er vor über drei Jahren am 17. Dezember 2011 im Spiel gegen Sevilla. Da passt auch diese Aktion abseits des Platzes ins Bild: Der Verteidiger liess kürzlich 9000 Kilogramm Esswaren – aus eigener Tasche bezahlt – an bedürftige Familien in Madrid verteilen.

Zehn Spielsperren für Tritte und einen Faustschlag

Vielleicht möchte Pepe damit den bösen Geistern der Vergangenheit entfliehen. Vielen dürfte der Vorfall vor gut fünf Jahren noch ein Begriff sein, als der Portugiese in einem Ligaspiel gegen Getafe die Beherrschung verlor. Pepe trat nach dem am Boden liegenden Javier Casquero und schlug dessen Teamkollegen Juan Albín die Faust ins Gesicht. Das und die anschliessenden Beschimpfungen gegen den Schiedsrichter brachten Pepe schliesslich zehn Spielsperren ein. Unvergessen bleibt ebenso der Tritt auf die Hand von Barcelonas Superstar Lionel Messi.

Auch dieses Jahr zeigte Pepe sein Temperament, allerdings im Trikot der portugiesischen Nationalmannschaft, als er bei der WM in Brasilien dem am Boden sitzenden Thomas Müller einen Kopfstoss versetzte und dafür Rot sah.

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