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Wenn Weltmeister Müller im Dirndl serviert

Der Film «Die Mannschaft» zeigt das Innenleben der deutschen Fussballer an der WM in Brasilien. Das Werk über den Weltmeister sorgt in der Heimat nicht nur für Applaus.

Die Dokumentation «Die Mannschaft» läuft ab übermorgen in den deutschen Kinos. Dabei wird die DFB-Auswahl vom WM-Vorbereitungscamp bis zur Party auf der Fanmeile in Berlin begleitet. «Bei der Weltpremiere am Potsdamer Platz in Berlin feierten die WM-Helden ausgelassen mit», schreibt die PR-Abteilung der Constantin Film AG, welche für die Produktion verantwortlich zeichnete. Die schreibende Zunft sieht das Werk von Martin Christ, Jens Gronheit und Ulrich Voigt etwas differenzierter: Der Film wird von deutschen Medien zwar nicht verrissen, erhält aber auch keine glänzenden Noten.

«Erlebe die Fifa-WM, wie du sie noch nie gesehen hast, verspricht die Werbung über den Film, den der Deutsche Fussball-Bund (DFB) aus eigenen Aufnahmen zusammengestellt hat. Aber dieses Versprechen kann ‹Die Mannschaft› nicht halten», schreibt «Spiegel online». «Der Film verspricht Einblicke in das Innenleben der Nationalelf. Zu sehen ist aber fast nur Bekanntes. Die Mannschaft setzt auf die Emotionen des Weltmeistersommers, den Spielern kommt er aber nicht wirklich nah.» Der Kritiker des Onlineportals zeigt sich nicht überrascht über das Ergebnis der Dokumentation. «Uli Voigt, der Verantwortliche des Films, ist beim DFB seit Jahren für die Pressebetreuung der Fernsehleute zuständig. Er ist einer, der ganz nahe am Geschehen ist. Das hilft und schadet dem Film gleichzeitig.» Es erstaunt auch nicht, dass «Spiegel online» die Dokumentation als «einen langen coolen Werbespot» bezeichnet.

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